Fliegen lernen

Segelfliegen

ist eine faszinierende Sportart: Lautlos dahingleiten, Höhe gewinnen, Strecken im Gleitflug zurücklegen, und mit einem neuen Aufwind wieder versuchen, die in Flugstrecke umgesetzte Höhe wieder neu zu gewinnen. Intensive Beobachtung des Wetters und den entsprechenden Nutzen daraus ziehen, sind oberstes Gebot für einen Segelflug mit direkter Ausnutzung der Sonnenenergie. Ob die gewählte Flugaufgabe erfolgreich durchgeführt werden kann, hängt im wesentlichen vom Können des Piloten und wie gesagt, von den Wetterverhältnissen ab. Eine Landung bei "den Kühen" auf einem geeigneten Feld ist bei nachlassenden Aufwinden die Konsequenz. Ein normaler Vorgang für einen Segelflieger, oft trainiert, und in keinem Fall eine Notlandung, wie es immer wieder in der Presse dargestellt wird.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann bereits mit 14 Jahren erfolgen (Mit einer Sondergenehmigung sogar schon mit 13). Die Ausbildung ist im LSV-Wittlage kostenlos, es muss lediglich der normale Mitgliedsbeitrag gezahlt werden (s. Gebührenordnug).

Folgende Unterlagen müssen spätestens bis zum 1. Alleinflug eingereicht werden:

  • ausgefüllter Aufnahmeantrag
  • Nachweiß über abgeschlossenen Kurs"Sofortmaßnahmen am Unfallort" z.B. Führerschein
  • Polizeiliches Führungszeugniss zur Vorlage beider Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr-Geschäftsbereich Oldenburg– Abt. Luftfahrt
  • Tauglichkeitszeugniss
  • bei Minderjährigen Unterschrift der Eltern

Der Ausbildungsleiter und die Fluglehrer helfen gerne beim Ausfüllen der Formulare und dem Einreichen bei den entsprechenden Behörden.

Die Praktische Ausbildung gliedert sich in drei Schritte, die jeweils mit einer kleinen Prüfung abgeschlossen werden (A,B und C-Prüfung).

1. Abschnitt (A-Prüfung):

Im ersten Ausbildungsabschnitt werden die Grundlagen des Fliegens gelernt. Es wird ausschließlich auf unseren Schulungsdoppelsitzern ASK13 und DG505 geflogen. Es wird das Starten und Landen, der Geradeaus- und Kurvenflug und natürlich Notfallmaßnahmen, wie zum Beispiel das Verhalten bei einer Startunterbrechung.

Abgeschlossen wird der erste Ausbildungsabschnitt mit dem Alleinflug. Der Flugschüler wird dabei das erste mal nach Absprache von zwei Fluglehrern alleine in die Luft geschickt. Dies ist zweifelsohne der aufregendste teil der Ausbildung.

2. Abschnitt (B-Prüfung):

Im zweiten Ausbildungsabschnitt wird der Flugschüler zunächst alleine Fliegen, dabei immer wieder den optimalen Start, die optimale Landung üben. Im weiteren Verlauf des zweiten Ausbildungsabschnitt steigt der Fluglehrer wieder zu und es wird das Thermikfliegen geübt. Denn der Segelflieger ist ja von den Kräften der Natur abhängig und dies will natürlich geübt sein. Ein weiter Teil dieses Abschnittes ist die Umschlung auf ein anderes Flugzeugmuster. Im Regelfall ist dieses unserer Schulungseinsitzer die Ka8

Dieser Ausbildungsabschnitt wird mit der B-Prüfung abgeschlossen. Dort ist es notwendig dem am Boden stehenden Fluglehrer eine sauber geflogene Platzrunde mit ein par Übungen (Kurvenwechsel, etc) vorzuführen.

3. Abschnitt (C-Prüfung):

Der dritte und letzte Ausbildungsabschnitt umfasst das intensive Thermikfliegen. Dort wird unter anderem mt dem Fluglehrer eine Überlandflugeinweisung durchgeführt das heißt, dass man den Gleitbereich des Flugplatzes verlässt und ein ca 100km entferntes Ziel ansteuert und von dort wieder zum Flugplatz zurückkehrt. Dies setzt natürlich eine gewisse Flugtaktik vorraus, die einem der Fluglehrer vermitteln wird. Weitere teile dieses Abschnittes sind im Alleinflug das Thermikfliegen zu erlernen. So ist eine Aufgabe z.B. einen 30 Minütigen Flug durchzuführen.

Auch dieser Ausbildungsabschnitt wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die wie in der B-Prüfung eine sauber geflogene Platzrunde fordert und in der Landung den sogenanten Seitengleitflug.

Theorie:

Die Theorie wird im in der Winterpause am Flugplatz gelernt. Sie umfasst insgesammt 8 Fächer
Diese sind:

  • Navigation
  • Luftrecht
  • Aerodynamik
  • Technik
  • Instrumentenkunde
  • menschliches Leistungsvermögen
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Meteorologie

Die Püfung des theoretischen Wissens wird von einem offiziellen Prüfer im Multiple Choice Verfahren meistens direkt am Flugplatz abgenommen.

Desweiteren ist zur Praktischen Prüfung ein Funksprechzeugniss notwendig. Dieses berechtigt einen zur Benutzung von Flugfunkgeräten und Kommunikation mit Controlern und Co. Auch diese Ausbildung wird im Verein durchgeführt und später durch einen Prüfer der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen abgenommen. Dieses sogenannte "Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst" (BZF) ist in duetsch oder englisch zu erwerben. Für Flüge in der BRD reicht das deutsche BZF föllig aus.

Beendigung der Ausbildung:

Nach Abschluss aller drei Ausbildungsabschnitte und der Theorieprüfung kommt der spannenste Teil der Ausbildung -der 50km Überlandflug-. Für diesesn Überlandflug wird zusammen mit dem Fluglehrer ein in mindestens 50km Entfernug liegender Flugplatz ausgesucht der dann von dem Flugschüler im Alleinflug erreicht werden muss.
Auch trotz sorgfältiger Vorbereitung zusammen mit dem Fluglehrer passiert es oft das man diese Aufgabe nicht beim ersten mal schafft und vor erreichen des Zielflugplatzes auf einem Acker landen muss. Jedoch steigert dieses den Nervenkitzel und auch das Aussenlanden wird vorher sorgfälltig geübt, sodass auch das kein Problem sein wird.

Prüfung:

Die Praktische Prüfung beinhaltet mindestens 2 Übungsflüge von jeweils ca. 10 Minuten. Dort ist es jediglich notwendig eine ordentliche Platzrunde zu Fliegen und einen sicheren Start bzw. Landung druchzuführen. Die Prüfung in der Regel einfacher als die Prüfung zum Führerschein, denn Fliegen kann man ja schon, dies hat man in diversen Alleinflügen bewiesen. Daher sind die Durchfallraten der praktischen Prüfung bei nahezu 0%.

 

Dauer:

Die Dauer der Ausbildung betraägt in der Regel zwei Jahre, wo im Sommer geflogen wird und im Winter die Theorie geübt wird. Eine konsequente Teilnahme am Flugbetreib ist dabei natürlich Vorraussetzung.

Interesse?


Haben wir ihr Interesse geweckt? Oder haben Sie noch Fragen? Dann kommen sie am Flugplatz vorbei, schreiben Sie eine Mail an kontakt@lsv-wittlage.de.