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Lindenblatt, Wittlager Kreisblatt und andere September  /  Oktober 2016.

 

Luftsportverein Wittlage ist in der Ausbildung aktiv

Umschulung, neuer Windenfahrer und Soloflüge

 

FL. Bohmte. Erfolgreiche Flugprüfungen konnte jetzt der Luftsportverein Wittlage in seinen Reihen vermelden. Den Anfang machte Marius Thiel aus Osnabrück. Der 36 - jährige Ingenieur hatte bereits einen Ultraleichtflugschein für motorisierte Drachen erworben und wollte die Möglichkeiten der Umschulung auf ein schnelleres ultraleichtes Fluggerät nutzen. Sein Flugdrachen wird mit einem 18 PS Zweitaktmotor angetrieben und die Richtungssteuerung geschieht mit der Gewichtsverlagerung in einer Liegematte. Zwar startet das sogenannte „Minimum“ auch auf einem Fahrwerk, aber hier hören die Gemeinsamkeiten schon auf.

Während ein Drachenflieger bäuchlings in seinem Fluggerät liegt und die sogenannte Basis eines Aluminiumrohr Dreiecks durch freies verlagern seines Körpers zur Steuerung nutzt, befindet sich bei der Wittlager Schulmaschine ein simpler Steuerknüppel. Dazu gesellen sich dann noch für die Füße Seitenruderpedale. Einen Haken hat die Sache aber noch. Der Drachenflieger mit oder ohne Motor bewegt seinen Steuerbügel z.B. nach rechts, um eine Linkskurve zu fliegen. In der mit Rudern gesteuerten C 42 der Wittlager Flieger wird der Steuerknüppel nach links bewegt, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. „Das ist ungefähr so, wenn man mit gekreuzten Armen versucht, einen Fahrradlenker zu bedienen, nach ein paar Metern liegt man auf der „Schnauze“, so Fluglehrer Friedrich Lüke.

Marius Thiel schaffte nach ca. 30 Flugstunden mit Fluglehrer und im Alleinflug, die seit über 100 Jahren eingeführte Knüppelsteuerung zu beherrschen. Das bestätigte auch Prüfer Georg Rüschendorf vom Deutschen Aero Club, der die praktische Nachprüfung auf dem Flugplatz Haren / Dankern vorgenommen hatte. Sein zusammenklappbares Minimum, das in Fachkreisen auch „Fetzenflieger“ genannt wird, kommt bei ruhigen Wetterlagen weiterhin zum Einsatz. Aber größere Strecken wie z.B. zu den ostfriesischen Inseln werden zukünftig mit dreifacher Reisegeschwindigkeit gegenüber seinem motorisiertem Flugdrachen mit Freundin durchgeführt.

Von Gewichtskraftsteuerung zum Steuerknüppel: Marius Thiel erweiterte seine Berechtigung für motorisierte Drachen (rechts) auf rudergesteuerte Ultraleichtflugzeuge.

 

Zur Segelflugausbildung gehört auch die Bedienung der Startwinde. Das ist zumindest bei den Wittlager Segelfliegern so vereinbart und ist auch durchaus aus Solidaritätsgründen notwendig. Denn wer am anderen Ende des Startwindenseils abfordert, mit dem Segelflugzeug in die Luft zu kommen, ist unter anderem darauf angewiesen, das eine funktionierende Startwinde nebst einem Windenfahrer zur Verfügung steht. Ein Dienstplan regelt die verantwortliche Besetzung der Startwinde inklusive Schüler. An 10 verschiedenen Tagen sind jeweils 10 Starts unter Einweisung und Aufsicht eines erfahrenen Windenfahrers  durchzuführen. Wer 15 Jahre alt ist und selbst 30 Windenstarts im Flugbuch stehen hat, darf ausgebildet werden.  Seit Frühjahr geht das elektrisch (wir berichteten) und damit auch die Umstellung auf Kunststoffseile.

Auch das Spleißen von Seilen bei Seilrissen gehört mit zur Ausbildung und wird während des Flugbetriebs an Ort und Stelle erledigt. Das bisher verwendete Stahlseil konnte nur mit viel Aufwand und Zeit gespleisst werden, zumal es auch noch oft blutige Finger gab. Die Luftsportler haben sich schnell mit der neuen Startwinde angefreundet und sind sehr zufrieden damit. In Planung ist jetzt die Stromversorgung an den Standorten durch das öffentliche Netz, um das miterworbene schallgedämpfte Stromaggregat zu ersetzen. Der fortgeschrittene Segelflugschüler Moritz Schnute aus Lübbecke – Nettelstedt konnte zum Abschluss seiner Windenfahrerausbildung nun von Ausbildungsleiter Friedrich Lüke überprüft werden. „Keine Beanstandungen, hervorragendes Gefühl für den unter seinen Füßen über 100 KW großen Drehstrommotor, der im Führerstand mit einem kleinen Schieberegler bedient wird“, so Lüke. Der 18 – jährige Auszubildende der Zerspannungstechnik konnte gleich den Windenfahrer Ausweis vom Deutschen Aero Club auf dem Flugplatz entgegen nehmen.

Neuer Windenfahrer: Moritz Schnute (links) aus Nettelstedt  wurde von Ausbildungsleiter Friedrich Lüke zur bestandenen Berechtigung gratuliert.

 

Das er bei seiner Prüfung seinen eigenen Vater am anderen Ende des Schleppseils im Alleinflug hoch zu ziehen hatte, war reiner Zufall. Der 52 – jährige Raumausstatter aus Nettelstedt  hat seinen Jugendtraum nach Beruf, Hausbau und Familie jetzt wahr gemacht. Nach jahrelangem Modellflug selber fliegen, war schon immer sein Ziel. Nach einem Schnupperflug auf dem Bohmter Flugplatz war klar, hier lerne ich Segelfliegen. Die Fluglehrer machen mit Modellfliegern übrigens sehr gute Erfahrungen, denn die bringen für die Sache eine gute Grundlage mit, ist doch die Betätigung am Steuerknüppel des Fernsteuersenders identisch mit den „Großen“. Dirk Schnute hat die obligatorischen Platzrunden nach gründlicher Ausbildung im Alleinflug bestens absolviert. „Ist schon etwas komisch, wenn hinten der Platz nicht besetzt ist, aber cool“, so Schnute, der auch die bekannten Rituale wie Distelstrauch und Hintern verkloppen nach alter Fliegersitte über sich ergehen lassen musste.

Jugendtraum erfüllt: Dirk Schnute (Nettelstedt) mit Distelstrauch mit den Fluglehrern Joachim Stark (links) und Günter Heinrich nach den Soloflügen in Bohmte.

 

So wird’s gemacht: Maren Schütte (Lintorf) zeigt Neuwindenfahrer Moritz Schnute das Spleißen der Windenseile.

Fotos : Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 12.02.2017
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Lindenblatt vom 28. Juli 2016  und andere Zeitungen

Pilotenschein auf dem Flugplatz Bohmte überreicht

Landesbehörde prüft Wittlager Luftsportler

  

FL. Die praktische Prüfung von Segel- und Motorfliegern obliegt der   niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg. Zumindest liegt der Bohmter Flugplatz in deren Verwaltungsbereich, weiter östlich in Niedersachsen ist die Landesbehörde Wolfenbüttel zuständig.

Für die Wittlager Luftsportler Maren Schütte, Günter Meendermann und Sören Klostermann wurden entsprechende Anträge bei der Oldenburger Behörde gestellt. Prüfungsrat und Mitarbeiter der Landesbehörde Albert Wundram konnte nacheinander die Luftsportler intensiv auf ihre praktischen Fähigkeiten prüfen. Den Anfang machte Sören Klostermann, der bereits im Besitz eines Segelfugscheines ist und als Erweiterung für den europäischen Motorflugschein einen Überlandflug auszuarbeiten hatte. Nach Besprechung mit Prüfungsrat Wundram wurde dann die minutiös vorbereitete Strecke abgeflogen.

Inzwischen hatte Wiederauffrischer Günter Meendermann seine Aufgabe bekommen. Der Ostercappelner  hatte bereits 1996 beim Luftsportverein den Motorseglerschein erworben, dann aber ab 2006 mit der Fliegerei pausiert. Nach neuen europäischen Regeln kann der Schein erneuert werden, wenn fliegerische Fitness nachgewiesen wird und luftrechtliche Änderungen während des Prüfungsflugs abgefragt werden. Fluglehrer Friedrich Lüke, Florian Johanniemann und Günter Heinrich hatten Meendermann innerhalb eines halben Jahres wieder zu alter Form verholfen.

Schließlich wurde Maren Schütte ob ihrer Segelflugqualitäten überprüft. Gleich beim ersten Start hatte Prüfer Wundram  in niedriger Höhe das Startwindenseil ausgeklinkt und damit einen im praktischen Betrieb vorkommenden Seilriss produziert. Maren Schütte reagierte „cool“ und landete wie in solchen Fällen trainiert im Geradeausflug mit Hilfe der bordeigenen Luftbremsen auf dem Flugplatz. Das wurde vom Prüfer als gute Reaktion verbucht. Zwei weitere Flüge dokumentierten dann ihre Reife für die große Fliegerwelt. Fazit: Alle Prüflinge hatten bestanden.

Für die 17 – jährige  Maren Schütte hatte Prüfer Wundram dann noch ein besonderes Geschenk mitgebracht. Normalerweise werden Pilotenscheine nach der Prüfung an die neuen Piloten verschickt. In dieser Wartezeit dürfen die Geprüften aus luftrechtlichen Belangen nicht selbstständig  fliegen. Doch Maren Schütte bekam einen Briefumschlag vom Prüfer auf dem Flugplatz überreicht. „Du musst nur da unterschreiben, dann ist er gültig“, so Albert Wundram. „Nein, das kann doch nicht war sein, das ist ja mein Segelflugpilotenschein“, so Maren Schütte vor Freude auf dem Flugplatz aus dem Häuschen. Hinter den Kulissen hatte Ausbildungsleiter Friedrich Lüke die Behörde gebeten, den Schein vorbereitet im Falle des Bestehens auszustellen, weil ein am nächsten Tag beginnendes Fliegerlager anstand und keine Wartezeit auf das begehrte Dokument entstehen sollte.         

Geprüfte Piloten in Bohmte: (von links) Günter Meendermann (Ostercappeln), Sören Klostermann (Bramsche), Maren Schütte (Lintorf), Prüfer Albert Wundram, Fluglehrer Günter Heinrich und Ausbildungsleiter Friedrich Lüke.

Maren Schütte bekommt ihren weltweit gültigem Segelflugpilotenschein von Prüfer Albert Wundram ausgehändigt.

Fotos 1: Michael Hartmann, Foto 2: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 11.02.2017
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Wittlager Kreisblatt vom 4. Juli 2016     und andere Zeitungen                          

    

Zwei neue Piloten in Bohmte ausgebildet

Ultraleichtprüfungen beim Luftsportverein Wittlage

 

FL. Bohmte.  Prüfungsrat Georg Rüschendorf vom Deutschen Aero Club konnte jetzt Tanja Wasmund (Pr. Oldendorf) und Jürgen Schnitker (Bad Essen) das bestandene Prüfungsprotokoll für den Ultraleichtflugschein aushändigen.

Bestandteil dieser praktischen Prüfung war unter anderem die Ausarbeitung und Durchführung eines Überlandfluges von Bohmte zum emsländischen  Ultraleichtflugplatz Haren / Dankern. Dort mussten sie dem Prüfer beweisen, dass sie das Ultraleichtflugzeug auch in besonderen Fluglagen, Außenlandeübungen sowie bei Ziellandungen beherrschten.

Nun dürfen die ehemaligen Flugschüler nach Erhalt der ultraleichten Pilotenscheine ohne Flugaufträge vom Fluglehrer selbständig Ultraleichtflugzeuge pilotieren. Damit ist die Ausbildung allerdings noch nicht beendet, denn wer in dieser Sparte Fluggäste mitnehmen möchte, braucht zusätzliche Flüge mit Fluglehrer. Mit der Eintragung der Passagierberechtigung ist der zweite Sitzplatz dann frei für doppelsitzige Flugvergnügen.

Übrigens wird der Ultraleichtflugschein ohne Zeitbegrenzung ausgestellt. Um die Rechte auszuüben, so heißt es im Amtsdeutsch, muss der Inhaber eine gültige medizinische Fliegertauglichkeit besitzen und in den letzten 24 Monate mindestens 12 Flugstunden und 12 Starts sowie einen Auffrischungsflug mit einem Fluglehrer im Flugbuch vermerkt haben. Informationen über die Ausbildung unter www.lsv-wittlage.de

Ultraleichtpilotenschein bestanden: Tanja Wasmund und Jürgen Schnitker haben die Ausbildung beim Luftsportverein Wittlage erfolgreich abgeschlossen.

Foto: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 09.02.2017
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Wittlager Kreisblatt vom 28. Mai 2016

 

Alleinflüge im Segler

Ausbildung beim Luftsportverein in Bohmte

                                     

FL. Bohmte  Der erste Alleinflug im Segelflieger - für zwei junge Flieger des Luftsportvereins Wittlage ist es jetzt soweit gewesen.

Wenn die Zeit gekommen ist, dann haben die Fluglehrer im hinteren Sitz des knallgelben Schulungsflugzeuges der Segelflieger auf dem Flugplatz Bohmte Pause. Alle Handlungsabläufe sind zigmal trainiert, das Verhalten in besonderen Fällen, wie es im Ausbildungsnachweis gefordert ist, sind praktisch erflogen worden. Dazu zählen simulierte oder auch erflogene Seilrisse beim Windenstart sowie die Beherrschung von Flugzuständen im Langsamflug einschließlich trudeln.

Beim Alleinflug ist der angehende Pilot auf sein eigenes Können angewiesen, dem Fluglehrer bleibt am Boden als Nabelschnur das Funkgerät. Aber das ist das letzte Mittel, gewöhnlich werden die Soloflieger erst auf die sogenannten „Käsemanns Rundfahrten“ sprich Platzrunden geschickt, wenn mehrere Fluglehrer das Können positiv beurteilt haben. Dann ist jeder Kommentar per Funk nicht notwendig.

Leonora Sophie Mies, 15 – jährige Schülerin der Gesamtschule Quelle in Bielefeld, kam durch ihren ultraleichtfliegenden Vater zum Hobby Segelfliegen. „Wenn der Fluglehrer hinten fehlt, ist das schon komisch, es ist so still im Flugzeug. Aber sobald das Flugzeug anrollt, weist du, was du zutun hast“, so Leonora, die alle nur Leo nennen. Tadellose Starts und Landungen krönten ihre Soloflüge.

Auch durch den fliegenden Vater, der Berufspilot ist, kam Maximilian Zorn aus Bissendorf nach Bohmte zum Segelfliegen. Der 14-jährige Schüler der Oberschule am Sonnensee aus Bissendorf ist modellfliegerisch vorbelastet. Perfekte Landungen zeigte Maximilian den Fluglehrern, der übrigens seine Fliegerei rein hobbymäßig weiter betreiben möchte. Nach diesen Flügen wurde nach alter Tradition den beiden ein Distelstrauch überreicht und der Hosenboden stramm gezogen. Letzterer wird in der Fliegerei dafür verwendet, als empfindliches Organ zur Fluglagenkontrolle und Aufspüren von Aufwinden zu dienen. Das sagen zumindest die alten Hasen, die bei der Sensibilisierung  des Hinterteils  gerne Hand anlegen.

Allein ums Eck: Leonora Sophie Mies und Maximilian Zorn( 2. und 3. von links) mit ihren Fluglehrern Günter Heinrich, Florian Johanniemann und Friedrich Lüke.

Foto: Luftsportverein  

 

eingetragen von Friedrich am 09.02.2017
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Wittlager Kreisblatt vom 30.April 2016

Nach mehr als 40 Jahren wieder durchstarten

Jürgen Schnittker und der Traum vom Fliegen

 

Es waren noch die Aufbaujahre auf dem Bohmter Flugplatz, der Segelflug dominierte allein auf den Wiesen an der Hunte, als der Bad Essener Jürgen Schnitker als 16 – jähriger bei den Wittlager Luftsportlern im Jahre 1972 eine Segelflugausbildung begann.

Von Friedrich Lüke

Als Fluglehrer war neben Dieter Rakers auch Erwin Lupp aus der Bohmterheide für den Luftsportverein Wittlage aktiv. Auf der legendären doppelsitzigen Rhönlerche galt es, das Einmaleins der Segelfliegerei zu erlernen. Jürgen Schnitker schaffte im Sommer 1972 die sogenannte –B-, das schon etwas galt, wenn mit Flugauftrag im Alleinflug das Flugzeug mit gehöriger Schräglage im Landeanflug – im Fachjargon Slip genannt – gekonnt auf den Punkt am Landezeichen gesetzt wurde. Doch dann kamen andere „Sachen“ bei Schnitker ins Spiel, die Fliegerei hatte Pause.  Ein Studium als Bauingenieur schloss sich nach der Schulzeit an, um dann im elterlichen Baugeschäft tätig zu werden. Viele Reisen hat Schnitker unternommen, die ihn unter anderem nach Afrika, Kalifornien und Australien führten. Zwischendurch war er auch beim deutschen Entwicklungsdienst von 1985 bis 1988 in Tamala (Ghana) als Entwicklungshelfer im Einsatz, um dann wieder in der heimatlichen Baubranche tätig zu sein. Das er jetzt in einem Haus wohnt, wo ehemals die Druckerei von Franz Schlüter stand und die ersten Exemplare des Wittlager Kreisblattes herausgegeben wurden, möchte er nicht unerwähnt lassen. 

„Die Fliegerei habe ich in der ganzen Zeit aber nie aus dem Augenwinkel verloren“, so Schnitker heute, der auch das Element Wasser als Segler kennt. Vor 3 Jahren dann  ein erster Anlauf zur „Rückfälligkeit“, die Luftsportler hatten die Sparte Ultraleicht in ihr Ausbildungsprogramm aufgenommen. Mit einem Schnupperflug war das „alte Feuer“ wieder entfacht, loderte lichterloh. Konsequenz war dann im letzten Jahr außerhalb des Berufes die Anmeldung wieder als ordentliches Mitglied in der ultraleichten Ausbildung.

„Ich möchte keine Rennen fliegen, sondern im Sparflug langsam und leise über das schöne Wittlager Land gleiten und alles aus „gehobener Position“ betrachten, das ist mein Ding“, so Schnitker als erklärter Genussflieger. Nun hat er bereits die Theorieprüfung absolviert, hat das Sprechfunkzeugnis in der Tasche und fliegt schon seit geraumer Zeit Solo. Und es wird nicht mehr lange dauern, dass sein Fluglehrer Wolfgang Müller, ebenfalls aus Bad Essen, ihn zur praktischen Prüfung anmelden wird. Nach über 40 Jahren fliegerischer Enthaltsamkeit konnte er  jedenfalls das „hängengebliebene“ Steuerungswissen der Rhönlerche wieder abrufen. Und das ist gepaart mit  Baustundenaktivitäten aus vergangener Zeit, dass er  in die heutige Zeit mitgenommen hat. Klar, dass er am 1.Mai als Aktivist im Reigen der vielen Helfer als „Springer“ für alle Anwendungen im Einsatzplan vermerkt war.               

Sein neues Ding: Jürgen Schnitker und seine  „ultraleichte Freundin“ auf dem Bohmter Flugplatz.

 

1972 allein geflogen: Jürgen Schnitker mit Fluglehrer Erwin Lupp vor der Rhönlerche des Luftsportvereins auf dem Bohmter Flugplatz.

 

Fotos: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 22.01.2017
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Wittlager Kreisblatt vom 18. April 2016 und andere Zeitungen

                               

Im Konvoi aus Südfrankreich nach Bohmte

Neue Segelflugstartwinde für die Luftsportler – Tag der offenen Tür am 1.Mai

 

Sie war jahrelang der Hingucker auf dem Bohmter Flugplatz. Ganz in rot und auf den ersten Blick eine misslungene „Hochzeit“ von einem Straßenkreuzer amerikanischer Bauart und einem Magirus - Deutz LKW Rahmen. Doch die Rücklings auf dem LKW Rahmen montierte Limousine vom Typ Mercury war den derzeitigen Luftsportvereinkonstrukteuren Albert Gering, Hermann Maßmann und Ludger Otto und ein paar Helfern eingefallen. Bequem, Wind - und Wettergeschützt und übersichtlich sollte es sein. Alles selbst entworfen, berechnet und gebaut in einer Ecke der KFZ Werkstatt Gering in Bohmte. Das „feuerrote Spulmobil“ wurde schließlich von einem Prüfer des deutschen Aero- Clubs für luftfahrtauglich erklärt und absolvierte seit 1982 zuverlässig Tausende von Segelflugstarts. Klar gab es mal Aussetzer, Motor, Getriebe und der Seiltrommelantrieb mussten repariert werden. Doch in 2015 wurde deutlich, das dieses in die Jahre gekommene Konzept immer mehr die „Windenschrauber“ der 2. Generation mit Helge Rakers und Volker Raseck beschäftigt. Der Vorstand nahm das Projekt Windenersatz in seine Mitte und stattete das Beschaffungsteam mit einer angedachten Grundfinanzierung aus. Eins wurde sofort deutlich, ein kostengünstiger Selbstbau wie vor 35 Jahren ist aus personellen Gründen nicht mehr möglich.

So ein Projekt braucht Durchhaltewillen und Fachleute, Räumlichkeiten mit Werkstattausstattungen und Zeit. Über mehrere Jahre würde es laufen, wenn es denn jemals zu Ende gebaut wird. Wegen der Dringlichkeit sollte es eine gebrauchte in gutem Zustand sein, etwas Wartungsarmes für die Zukunft stand im Pflichtenheft. Schließlich viel ein Angebot aus dem Internet den Luftsportlern ins Auge. Alles elektrisch, ein Stromaggregat war mit im Angebot und der Preis war mehr als passend. Da so eine Elektrowinde im benachbarten Melle bereits seit 10 Jahren zur Zufriedenheit Segelflugzeuge an den Himmel zieht, waren gleich Fachleute in der Nähe. Auf der Jahreshauptversammlung der Luftsportler Anfang März (wir berichteten) wurde mit großer Mehrheit die Anschaffung dieser Winde verabschiedet. Auch eine gebrauchte Startwinde kauft man nicht im Sack, zumal sie gut 1.500 Straßenkilometer von Bohmte ihren Standort in Südfrankreich hat. Eine Kommission des Luftsportvereins mit Helge Rakers und Volker Raseck mit Maschinenbauerfahrung sowie Andreas Wiedner als Elektromeister machten sich direkt nach der Versammlung auf den Weg nach Südfrankreich. Ihr Auftrag: Sichtung der Startwinde, Abklärung der Mängel mit dem deutschen Hersteller und wenn es passt, alles gleich mitbringen. Ziel war der Ort Pau in Südfrankreich, der per Linienflug von Bremen über den Flughafen  Paris-Charles-de-Gaulle, dann per S - und U-Bahn zum Flughafen Orly und von da ein Inlandsflug zum Ort Pau erreicht wurde.

Dort wurden die Gesandten des Luftsportvereins Wittlage vom Kassierer des dortigen Vereins empfangen und  bei ihm zu Hause kulinarisch zur Mittagszeit versorgt. Per Auto ging es dann noch 30 km zum Flugplatz  Aérodrome d'Oloron – Hérrère, wo die zu verkaufende Elektrostartwinde stationiert ist.

 

Helge Rakers:  „Nach der Begrüßung machten wir uns sofort ans Werk und nahmen die Winde unter die Lupe. An einen Probeschlepp war aus wettertechnischen Gründen nicht zu denken. Auf dem Flugfeld stand das Wasser. Andauernder Regen begleitete uns in der ganzen Zeit auf dem Flugplatz. Da nun ein Probeschlepp nicht möglich war, wollten wir zumindest prüfen wie die Winde im Leerlauf arbeitet. Aus technischen Gründen war dies für die Verkäufer ein Reinfall. Die Elektrowinde, die mit 50 in Reihe geschalteten Bleibatterien betrieben wird, muss von einem  Stromaggregat oder Festnetz ständig nachgeladen werden. Bei diesem Versuch  schaltete die Elektronik wieder und wieder auf Störung. Eine Fehlersuche blieb ohne Erfolg. Die mechanische Beurteilung der nur 6 Jahre alten Startwinde aus deutscher Produktion war positiv. 

Am nächsten Tag kontaktierte Elektromeister Andreas Wiedner  telefonisch den Windenhersteller in Deutschland. In dem 50 minütigem Gespräch konnte er wichtige Details über die Winde in Erfahrung bringen. Diese würden uns später bei den Verhandlungen von großem Nutzen sein. Am späten Vormittag fuhr uns ein Mitglied des Vereins erneut zum Flugplatz. Die Kommission des Vereins hatte aufgrund des negativen Verlaufs am Vortag befürchtet, dass wir nicht weiter interessiert seien und abreisen würden. Umso herzlicher war die Begrüßung an diesem Tag. Mit dem Wissen aus dem Telefongespräch mit dem Hersteller setzte Wiedner die Inspektion der Elektrik / Elektronik vom Vortag fort. An diesem Tag spielte die Elektrik den Verkäufern keinen Streich. Zum Ende haben wir einen Probelauf mit nur 50 m Seil einziehen durchgeführt. Danach waren wir zuversichtlich, dass das Getriebe, der Motor und die Steuerung grundsätzlich in einem akzeptablen Zustand waren. Nun begannen die Verkaufsverhandlungen.

Nach langem Ringen stand die Entscheidung fest. Der LSV Wittlage kauft die Winde und wir transportieren sie per Achse nach Bohmte. Deutlich unter der Hälfte des Anschaffungspreises war das Ergebnis unserer Verhandlungen.

Die Verträge wurden unterschrieben und Kassierer Christian Stellwag der Wittlager Luftsportler überwies den Kaufbetrag“.

Die Abordnung hatte nun auch erfahren, warum dieser französische Luftsportverein an der spanischen Grenze die neuwertige Winde veräußern möchte. Angeschafft wurde sie quasi als Förderung des Luftsports von der  französischen Regierung, die diesen Verein eine Startwinde mit Zubehör im Wert von 120.000 € zur Verfügung stellte. Es zeigte sich aber, dass die für Segelflieger begehrten französischen Alpen aus der Windenstartausklinghöhe nicht zu erreichen waren. Nun soll das Geld vom Luftsportverein Wittlage genutzt werden, um damit ein Motorflugzeug mit Schleppkupplung anzuschaffen.    

Helge Rakers weiter: „In der Zwischenzeit, während der Geld-Transfer eingeleitet und auf den Weg gebracht wurde, startete die Planung der Rückreise. Der Renault LKW mit Baujahr 1989 und das Aggregat wurden reisefertig gemacht, unsere Taschen fanden ihren Weg in den LKW.

Von Vorteil waren die bestehende französische Straßenzulassung beider Gefährte sowie die entsprechenden LKW Führerscheine zweier Luftsportler aus Bohmte.

Gegen 18:15 Uhr, es war bereits dunkel, starte der Konvoi Richtung Bohmte. Vor uns lagen 1570km Wegstrecke. Auf dem ersten Abschnitt in Richtung Pau begleitete uns ein Mitglied des Vereins und zeigte uns den kürzesten Weg Richtung Autobahn.

Bevor wir auf die Autobahn fuhren stärkten wir uns in einem Schnellimbiss mit dem großen „M“. Ab da wurde nur noch zum Diesel tanken und „Wasser lassen“ angehalten.

Auf so einer langen Fahrt mit einem eigentlich zu schwach motorisierten sonderbaren Gefährt erlebt man so einige Geschichten: Berge die wir mit 30km/h hinauf krochen, Talfahrten bei denen das „Geschoss“ immer weiter beschleunigte.

Mehrfach erlebten wir an französischen Mautstellen dass viele ausländische Lkws von der Polizei heraus gewunken wurden, nur wir mit französischem Kennzeichen durften passieren….       

Nach vielen Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel am Dienstag gegen 22:15 Uhr. Am Flugplatz in Bohmte erwarteten uns unsere Vereinskameraden mit Gegrilltem und einem Feierabendbier“.

Soweit Helge Rakers mit seinem ungewöhnlichen Reisebericht. Nach Inspektion und kleiner Reparatur dieser Tage durch einen Techniker des Windenherstellers und Abnahme durch einen Prüfer des Deutschen Aero- Clubs wurde allgemein festgestellt, das die Wittlager Segelflieger ein Schnäppchen sowohl preislich als auch strukturtechnisch aus Südfrankreich nach Bohmte geholt haben. Am Tag der offenen Tür am 1. Mai kann diese Elektrostartwinde auf dem Flugplatz in Bohmte besichtigt werden. 

Elektrostartwinde aus Südfrankreich: Helge Rakers, Andreas Wiedner und Volker Raseck (von links) fuhren über 1.500 km die zukunftweisende Segelflugstarttechnik  nach Bohmte.

 

Schieberegler ersetzt Fußgas: Die Kraft des Elektromotors entfacht dieser „Discoregler“.

 

Zufrieden: Prüfer Stefan Krahn vom Deutschen Aero- - Club (Vordergrund) und Startwindenobmann Helge Rakers bei den Abnahmeschlepps der Elektrowinde.

 

Parallelbetrieb:  Kurzfristig wird das 35 Jahre alte „Feuerrote Spulmobil) (Vordergrund) durch die Elektrowinde ersetzt.

 

Vorläufiger  Energielieferant: Das mit erworbene Stromaggregat versorgt die Akkus der Elektrowinde mit Strom. Später sind Festnetzanschlüsse an den Flugplatzenden geplant. 

 

Foto 1-4 : Friedrich Lüke

Foto 5: Helge Rakers

Text Friedrich Lüke und Helge Rakers

 

 

 

eingetragen von Friedrich am 08.12.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 22. März 2016 und andere

Startwinde wird am 1. Mai präsentiert

Versammlung des Luftsportvereins Wittlage – Neuanschaffungen und Ehrungen

 

Nach einem traditionellen Grünkohlessen auf der Jahreshauptversammlung der Luftsportler im Gasthof Riemann in der Bohmterheide gaben Vorsitzender Heinz Wischnat und Stellvertreter Dirk Nedderhoff Einblicke in die vielfältige Vorstandsarbeit. Kassierer Christian Stellwag bekam von den Kassenprüfern Lob für gute und schlüssige Buchführungen, was Friedrich-Wilhelm Lienke vortrug.

Es folgten die Jahresberichte der Fachbereichsleiter Ausbildung (Friedrich Lüke), Technik (Joachim Stark), Jugendgruppe (Florian Johanniemann)und  Modellflug (Bernhard Ruminski). Zuvor konnte Vorsitzender Heinz Wischnat zahlreiche Ehrungen vornehmen.

Für 10-jährige Mitgliedschaft Florian Johanniemann, Focke und Stefan Löschen, 20 - jährige Mitgliedschaft Helge Rakers. Weitere Mitglieder wurden mit Urkunden und Ehrennadeln des Deutschen Aero Clubs, Landesverband Niedersachsen ausgezeichnet. Für  25 – jährige Mitgliedschaft war das  Hans Otto und Heiner Husemeyer. Joachim Stark ist seit 50 Jahren dabei. Der gebürtige Bohmterheider ist über den Modellflug zum Luftsportverein gekommen. Der Segelfluglehrer und Werksattleiter bekleidet im Vorstand den bereich Technik. Für seine Verdienste um den Luftsportverein wurde ihm zusätzlich ein Geschenkgutschein überreicht, die er zur Anschaffung eines neuen Funkgerätes für sein privates Segelflugzeug nutzt.

Nach Entlastung des Vorstandes standen einige Posten turnusmäßig zur Wahl an. Heinz Wischnat hatte sich auf der letzten Vorstandssitzung eine Nacht Bedenkzeit gegeben, um dann noch mal für den Vorsitz zu kandidieren. So wurde dann zügig 1. und 2. Vorsitzender, Kassierer, Schriftführer und Modellflugleiter neu gewählt. Resultat war die Bestätigung des amtierenden Vorstandes in alter Besetzung. Stellwag konnte bei der Vorstellung des Haushaltplanes 2016 außergewöhnliche Ausgaben für Reparaturen aus 2015 auffangen, die durch Reparaturen an den Motorflugzeugen und der Tankstelle entstanden. Zudem sind im neuen Plan die Anschaffung von 6 Funkgeräten berücksichtigt, die durch eine Verordnung der Flugsicherung wegen Änderung der Frequenzkanalabstände bis  1.Januar 2018 ausgetauscht sein müssen. Auch die Finanzierung der Ausbildung von drei  Fluglehreranwärtern ist im Haushaltplan vorgesehen.

Ein kurzfristig aufgenommener Tagesordnungspunkt war die Anschaffung und Finanzierung einer neuen Segelflugstartwinde. Das über 34 Jahre alte markante Startgerät war in letzter Zeit sehr Reparaturanfällig geworden. In den Focus geraten war als Ersatz  eine erst 6 Jahre alte Elektrowinde nebst eines Notstromaggregates für 50.000 €. Diese zukunftweisende Technik wird bereits seit 10 Jahren in Melle erfolgreich eingesetzt. Ein 200 Kilowatt Drehstrommotor bezieht seine Leistung aus 50 hintereinandergeschalteten Bleiakkus mit je 90 Amperestunden.

Aus 600 Volt Gleichspannung wird die nötige Energie umgeformt für den Betrieb des Elektromotors. In den Ruhezeiten zwischen den Starts müssen die Akkus nachgeladen werden. Das macht dann vorerst ein Notstromaggregat, das im Kauf inklusive ist. Inzwischen gibt es bereits Kostenvoranschläge des Stromversorgers Westnetz, um die  Standplätze der Startwinde per Erdkabel mit Strom zu versorgen. Kassierer Stellwag: „Kaufmännisch kann ich als gelernter Bänker dem Projekt Elektrowinde im Moment nicht zustimmen, wir können nur Geld ausgeben, was wir haben“. Das vertrat auch 2. Vorsitzender Nedderhoff. Doch die Luftsportler hatten aus eigenen Reihen in sehr kurzer Zeit und auch noch an diesem Abend frisches Geld in Form von Privatdarlehen und Spenden offeriert. Vorsitzender Wischnat stellte dann diesen zukunftsträchtigen und auch aus ökologischer Sicht wichtigen Tagesordnungspunkt zur Abstimmung. Mit dem Ergebnis, das eine Expertenkommission der Luftsportler schon am vergangenen Sonntag nach Südfrankreich gereist ist, um das Objekt zu begutachten und bei Daumen hoch gleich per Straße mitbringt.

So wird neben der Neuanschaffung eines 2. Ultraleichtflugzeuges auch noch eine fasst neue Startwinde am Tag der offenen Tür am 1.Mai der Öffentlichkeit präsentiert. FL

Der Vorstand mit (von links)  Florian Johanniemann, Dirk Nedderhoff, Kristin Bühning, Heinz Wischnat, Hermann Kemper, Joachim Stark, Friedrich Lüke und Christian Stellwag.  

Heinz Wischnat und Dirk Nedderhoff ehrten von links Joachim Stark, Helge Rakers, Florian Johanniemann und  Heiner Husemeyer.  

 Windenstart elektrisch: Diese baugleiche Winde aus deutscher Herstellung (im Vordergrund) soll in Bohmte zukünftig Segelflugzeuge hochziehen. Archivaufnahme auf dem Flugplatz Bohmte aus 2006, wo die damals neue Elektrowinde aus Melle neben der Winde der Luftsportler steht.   

 

Foto 2+3 :  Friedrich Lüke

Foto 1: Michael Hartmann

 

eingetragen von Friedrich am 08.12.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 20. Februar 2016 und  andere Zeitungen

                                      

Geld verdienen mit Drohnen

 

Michael Hartmann aus Lübbecke filmt Hochzeiten und Immobilien –

Trend birgt Chancen und Risiken

 

Sie sollen demnächst wichtige Medikamente im häuslichen Garten absetzten, sind auch schon vom Festland zu einer ostfriesischen Insel als Paketbringer im Einsatz gewesen und fliegen (noch) unbemannt. Die Rede ist von sogenannten Drohnen oder Multicoptern.

Von Friedrich Lüke

Michael Hartmann aus Lübbecke bietet mit seiner Drohne Dienstleistungen im Bereich Luftaufnahmen.

 

Bohmte / Lübbecke. Mehrere Rotoren sorgen für den nötigen Auftrieb, kleine leistungsfähige Drehstrommotoren in Verbindung mit leichten Lithium-Polymer-Akkus, die auch z.B. bei  Elektrofahrrädern eingesetzt werden, machen diese Fliegerei erst möglich. Entscheidend ist aber die ausgeklügelte Regelungstechnik, die als Massenprodukt zu günstigen Preisen mittlerweile am Markt ist. Der am Boden stehende Drohnenpilot währe total überfordert, die vielen Motoren mit der Hand so zu regeln, das dieses eigentlich fliegerisch instabile Gebilde ruhig in der Luft stehen bleibt.

Somit haben Modellfluganfänger mit diesen „Flugautomaten“ kaum Probleme, ein Flugzeug mit Tragflächen und Steuerruder bedarf wesentlich mehr Übung. Man hat Großes vor mit diesen sich selbst im Fluge stabilisierenden Plattformen. Etabliert haben sie sich bereits bei Filmproduktionen und Überwachungsaufgaben sowie bei Landvermessungen. Im Hobbybereich sind sie in fasst jedem Haushalt zu finden, wo Kinder und jung gebliebene Erwachsene schnell den Umgang mit der Fernsteuerung erlernen können. Die kleinen meist Handtellergroßen kleinen Hubschrauber oder Multicopter schwirren  um den Kuchentisch – wenn man es kann. Dank eingebauter Lagesensoren übernimmt intelligente Elektronik die Hauptarbeit, diese Gebilde in der Luft zu halten, bis dann doch die nächste Wand dem Schweben ein Ende bereitet. Mit 25 € ist bereits der Hobbyeinstieg möglich und endet im Profibereich auch mal bei 30.000 €.   

Michael Hartmann aus Lübbecke, Luftsportler in Bohmte, ist auch Drohnenflieger. Der 24 – jährige hat gerade sein Studium in Luft – und Raumfahrttechnik abgeschlossen und im dualen Studium eine Ausbildung zum Berufspiloten durchlaufen. Zum Luftsportverein Wittlage kam er durch Zufall, denn der Modellflugplatz in Frotheim bei Espelkamp war im Frühjahr 2009 wegen Nässe nicht nutzbar. Da man sich gut kennt, wird in solchen Fällen auf Nachbarflugplätzen geflogen, so auch in Bohmte. Und da hat seinerzeit der Autor dieser Zeilen zufällig Segelfluglehrerdienst und fragt den 16-jährigen Michael Hartmann am Flugplatzzaun, ob er einfach mal im Segelflugzeug mitfliegen möchte. Daraus ist dann im „Senkrechtstart“ der Segel,- Motor – und Ultraleichtflieger geworden. Er hat für alle Flugzeuge des Luftsportvereins einen Pilotenschein und ist aktuell als zukünftiger Motorfluglehrer in einer Flugschule in Hannover in der Ausbildung. Der „gelernte“ Modellflieger lässt aber sein Basishobby nicht aus dem Auge. Schon früh setzte er sich mit der noch jungen Technik der Drohnen auseinander. Diese fliegenden Automaten, die eigentlich mit Modellflug weniger was zu tun haben, sind aber für bestimmte Dinge gut zu nutzen. So kam Hartmann auf die Idee, sich mit diesen mehrrotorigen senkrecht startenden Drohnen nach dem Studium neben dem Einstieg ins Berufsleben ein kleines Standbein aufzubauen.

Bedeutet Investition  in eine Drohne mit 4 Rotoren und hochauflösende Kamera für Foto und Video inklusive kardanische Aufhängung des Systems für ruhige Aufnahmen von 1.500 €. Dazu kommen für gewerbliche Aufstiege eine Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörde und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung sowie Gewerbeanmeldung. Geflogen wird nach Sicht, 100 Meter Höhe sind erlaubt, mehr als 200 Meter seitlich sind in etwa möglich. Auf einem speziellen Videokanal kann der am Boden stehende Pilot auf einem Display sich ein Bild  von dem Objekt machen und die Drohne und Kamera ausrichten. Etwa 15 Minuten Flugzeit sind in den Akkus gespeichert, dann muss die Drohne gelandet werden oder sie kommt Dank Satellitennavigation  selbstständig an ihren Startplatz zurück. Und zwar mit einer weichen Landung. „Der Vorteil dieser Technik, so Hartmann, ist der geringere Aufwand für Luftaufnahmen und Videos. Ich mache meinen Koffer auf, kalibriere das Gerät und starte am Objekt. Während des Fluges kann ich auf Kundenwünsche eingehen und nach der Landung der Drohne sofort im Beisein der Auftraggeber alles auswerten oder sofort durch Neustart nachbessern“.

Die Drohne filmt eine Hochzeitsgesellschaft in Lübbecke

 

Firmenauftritte im Internet, Immobilien, Familienfeiern etc. ist das typische Spektrum für den Einsatz der Fotodrohne. Der Luftfahrtexperte hat auch eine klare Meinung zu Hobbydrohnenflieger, die in letzter Zeit für Schlagzeilen sorgten, indem sie unerlaubter Weise in Flughafennähe Verkehrsflugzeugen und Sportflugzeugen  zu nahe kamen oder bei „Blaulichtereignissen“ Personen und Rettungshubschrauber behindern. Dazu gehört auch Nachbars Balkon, der zur Tabuzone gehört. „Wer mit einer größeren Drohne (bis 5 kg Rüstgewicht sind erlaubt) als Hobbyflieger unterwegs ist, sollte sich darüber im Klaren sein, was er tut“. Hartmann bietet auch  Einweisungen in der Drohnenfliegerei an, damit durch Unkenntnis  der Vorschriften und Luftraumgliederungen dem Hobbydrohnenpiloten nicht Bußgelder drohen. Michael Hartmann ist im Internet auf seiner Homepage Skynamix.com erreichbar.

Diese Minihubschrauber schwirren in vielen Kinder - und Wohnzimmern herum

    

Fotos : Friedrich Lüke und Michael Hartmann

 

 

 

eingetragen von Friedrich am 08.03.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 5. Februar 2016 u.a. Zeitungen

Neues Ultraleichtflugzeug für Wittlager Luftsportler

Vorstellung am 1.Mai geplant - Zwei Mitgliederversammlungen vor dem Beschluss

 

Wenn es eine aufstrebende Sparte gibt in der Sportfliegerei, dann sind es die sogenannten UL, s. Diese in der Fliegerumgangssprache gebräuchliche Abkürzung steht für Ultraleichtflugzeuge. Auch die Wittlager Luftsportler sind seit 8 Jahren auf diesen Zug aufgesprungen, eigentlich aber schon 1983, 1 Jahr nach offizieller Zulassung dieser etwas anderen Fliegerei.

Schlank und rassig: Das neue Ultraleichtflugzeug Dynamic WT 9 wird im                              Frühjahr in Bohmte erwartet.                                                                                      Foto: Fun Flight

 

FL BOHMTE.Von Anfang an war Friedrich Lüke dabei, der 1983 auf dem ersten Fluglehrerlehrgang des Deutschen Aero - Clubs für Ultraleichtflieger auf dem Fliegerhorst Manching die Lehrberechtigung erwarb. Die Gründerväter waren Flieger, die für den kleinen Geldbeutel die Motorfliegerei ermöglichen wollten. Dabei wurde anfangs in Kauf genommen, in sogenannten „Drahtverhauen“ einsitzig mit Geschwindigkeiten um die 70-80 km/h in offenen Führersitzen über die Lande zu fliegen.

Das wird zwar heute auch noch als besonders intensives zum Teil ganzkörperumströmtes Fliegererlebnis empfunden, aber die Weiterentwicklungen der Ultraleichtflugzeuge zielten auf den Motorüberlandflug ab. Heute ist es möglich, 2 Personen mit Geschwindigkeiten von 150 – 200 km/h zu befördern, wobei ein geschlossenes Cockpit, Heizung, Gepäckfach, geringer Geräuschpegel und der moderate Spritverbrauch eines PKW im Pflichtenheft stehen. Eine Besonderheit ist seit der Einführung der ultraleichten Fliegerei in den Bauvorschriften verankert. Es ist hier zwingend ein Gesamtrettungssystem vorgeschrieben, das im Fall eines Falles Flugzeug und Besatzung sicher am Fallschirm zu Boden bringt. 2010 hatten die Verantwortlichen im Verein erkannt, dass ein eigenes Ultraleichtflugzeug im Bestand auch neue Mitglieder anlockt. Die Formel: „Neues zeitgemäßes umweltgerechtes (Flug)Sportgerät = neue Mitglieder und dadurch wesentliche bessere pro Kopf Verteilung der Gesamtunterhaltungskosten der Luftsportstätte“ ist bei den Wittlager Luftsportlern voll aufgegangen. Längst ist der VW der Ultraleichtflieger, die im schwäbischen Mengen hergestellte Comco C 42 B, durch eine baugleiche neue Maschine ersetzt. Das ist der guten Nutzung geschuldet, nach 5 Jahren und 1000 Flugstunden hat es sich gerechnet, dieses Flugzeug zu verkaufen und gegen Neu einzutauschen.

Jetzt haben sich die Luftsportler entschlossen, ein zweites ultraleichtes Flugzeug anzuschaffen. Mehr ausgebildete Piloten bedingt auch mehr Vorhalten von Fluggerät. Dazu waren zwei Vollversammlungen im Oktober und Dezember letzten Jahres notwendig, um aus einer unüberschaubaren Typenvielfalt das richtige Ultraleichtflugzeug zu finden. Probieren war angesagt, mehrere Typen gaben sich  auf dem Bohmter Flugplatz ein Stelldichein. Die Rahmenbedingungen waren vom Vorstand und einer Beschaffungskommission abgesteckt. Anschaffungspreis max. 75.000 €, der Nutzungspreis pro Flugstunde für Mitglieder sollte bei 75 € liegen. Im Vergleich zum vorhandenem ultraleichtem Flieger eine moderate Anhebung von 20.000 € im Kauf und 15 € Flugpreiserhöhung pro Stunde kamen in Einklang zur mehr Flugkomfort und höherer Reisegeschwindigkeit. Die Verzinsung und Tilgung des Darlehens bewerkstelligt die Nutzung. Sollte das Projekt wiedererwarten nicht angenommen werden, wird das Flugzeug fasst risikolos an den Markt zurückgegeben. Im Auge hatten die Luftsportler und insbesondere der haftende Vorstand eine vernünftige Zuladung.

„Es sollten doch mehr als 2 Zahnbürsten zusätzlich als Gepäck zugeladen werden dürfen, schließlich sollte der neue Flieger auch für mehrtägige Reisen genutzt werden“, war die einhellige Meinung. Das war bei der ersten Entscheidung nach der Zusammenstellung der notwendigen Einbauten doch deutlich über dem Gewichtslimit. Nun kam Wunschmodell Nummer 3 zum Zuge. Ganz aus Kunststoff und jedem Flieger ins Auge springend wegen der gelungenen schlanken fließenden Formen. Doch der Haken lag im Anschaffungspreis. „Wenn dieses Flugzeug gekauft wird, dann müssen Spenden oder Finanzierungsmodelle auf den Tisch, damit die fehlenden restlichen 30.000 € den Verein nicht belasten“, so 2. Vorsitzender Dirk Nedderhoff, der auch noch nachschob, das der Flugstundenpreis durch die Anschaffung des höherwertigen Fliegers sich nicht ändern dürfe.

Angemerkt wurde auch, dass das vorhandene und neu hinzukommende Flugzeug durchaus als Werbefläche zu vermarkten sei. Das neu bestellte Flugzeug von der der Firma Aerospool in der Slowakei ist ein Tiefdecker mit 9 Meter Spannweite und wird von einem 100 PS Rotax 4 Takt Motor angetrieben. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liegt bei 200 km/h und übertrifft das vorhandene Modell deutlich. Ausbildungsleiter Friedrich Lüke: „Dieses in vielen Vereinen geflogene Ultraleicht wird unsere Piloten, gleich welcher fliegerischer Vorbildung, nicht enttäuschen. Das gutmütige vorhandene Basismodell C 42 – dem in Fliegerkreisen schon mal scherzhaft nachgesagt wird, das es von selber fliegt, weil Hässlichkeit sich von der Erde abstößt, bleibt das liebgewonnene Flugzeug für die Alltagsaufgaben wie Schulungen, Feierabend - und Rundflügen.“ 

Die zweite gut besuchte Versammlung stimmte kurz vor Weihnachten dann fasst einstimmig für diese fortschrittliche Lösung, nachdem Mitglieder Spenden zeichneten und auch Preisnachlässe des Händlers aus Münster im Raum standen.

Wenn es gut läuft, wird der neue 2 – sitzige Tiefdecker, der in 45 Minuten von Bohmte die Insel Wangerooge erreicht, zum Tag der offenen Tür am 1.Mai in Bohmte sein.   

Beginn eines neuen Zeitalters: Im August 2010 holen   Christian Stellwag (links) und Guido Osterheider das erste Ultraleicht des Vereins im schwäbischen Mengen vom Hersteller ab.

Foto: Friedrich Lüke

Bei Gefahr ziehen: Dieser Griff löst die Fallschirmrettung für Flugzeug und Besatzung aus, hier noch am Boden durch einen Stift gesichert.

Foto: Friedrich Lüke

 

 

eingetragen von Friedrich am 12.02.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 3. November 2015

Das Fliegen lernen in Bohmte

Schnuppertag beim Luftsportverein gibt den Anstoß

 

FL Bohmte Den ersten Alleinflug vergisst kein Luftsportler, zu intensiv sind die Eindrücke, gleich welche Gattung der Fliegerei gewählt wurde. Manuel Tücke aus Pr. Oldendorf entschied sich 2014 nach einem Schnuppertag bei den Wittlager Luftsportlern für eine Ultraleichtflugausbildung auf dem Flugplatz in Bohmte. Nun stand für den 35 – jährigen,  verheirateten selbstständigen Ausbilder für Personensuchhunde der erste Alleinflug an. Fluglehrer Christian Stellwag gab nach einer umfangreichen Grundausbildung nach Überprüfung durch einen zweiten Fluglehrer grünes Licht für dieses „Erlebnis“, 3 sogenannte Soloplatzrunden über dem Bohmter Flugplatz zu „drehen“. Ergebnis: Alles bestens geflogen, Fluglehrer und Flugschüler waren mit den Flügen sehr zufrieden. Das im Mai neu angeschaffte Flugzeug, das ein baugleiches ersetzt hat, hat bereits wieder 200 Flugstunden absolviert. Die Mitglieder entscheiden Ende Oktober in einer außerordentlichen Versammlung über die Anschaffung eines weiteren Ultraleichtflugzeuges dieser aufstrebenden Sparte.    Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten im Luftsport unter www.lsv-wittlage.de

Manuel Tücke (rechts) mit Fluglehrer Christian Stellwag vor dem Vereinsultraleichtflugzeug vom Typ Comco C 42

Foto: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 05.02.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 30. Oktober 2015.  Untenstehender Text weicht  von der aktuellen Ausgabe wegen redaktioneller Kürzungen ab.

Durch Zufall vom Virus Fliegen infiziert

Stefanie Witte hat in Bohmte das Fliegen gelernt

Geschafft: Stefanie Witte mit Fluglehrer Friedrich Lüke nach den Alleinflügen.

Foto: Thomas van Almsick

 

Von Friedrich Lüke

Bohmte. Friedrich Lüke ist Ausbildungsleiter und Fluglehrer im Luftsportverein Wittlage. Im Rahmen einer Reportage schildert er den Weg einer seiner Schülerinnenvom ersten Mitflug bis zur alleinigen Beherrschung des Cockpits.

Es ist Samstag 16 Uhr, Stefanie Witte trifft auf dem Flugplatz in Bohmte ein. So wie schon oft, hat sie per Internet eine Verabredung gebucht, die ein Ultraleichtflugzeug mit einem Fluglehrer beinhaltet. Das Ultraleichtflugzeug gehört dem Luftsportverein Wittlage, der Fluglehrer, so meinen schon einige, gehört auch zum Inventar, quasi im Set dazu. So kann es auch nur funktionieren, da gibt es keinen Unterschied, ob sich Sportler auf dem Sportplatz mit einem Trainer zum Fußballspielen treffen oder hier auf dem Bohmter Flugplatz zum Fliegen lernen. Eine kurze Begrüßung: „Ich mach schon die Maschine klar, kommst du dazu?“ „Na klar, wir hatten doch heute etwas besonderes vor“, gebe ich zurück. Ich, das ist in diesem Fall Friedrich Lüke, eigentlich landläufig Fitti genannt. Stefanie Witte aus Osnabrück ist begeisterte Ultraleichtpilotin geworden, die durch Zufall ihr Hobby gefunden hat. „Durfte“ sie doch in ihrer Volontariatzeit in 2014 beim Wittlager Kreisblatt unter anderem meine Berichte über den Wittlager Luftsport bearbeiten und verbessern.

Das blieb nicht ohne Folgen, denn wer erfolgreich in diesem Job werden will, muss liefern, da ist eine Reportage über die Fliegerei bei den Wittlagern Luftsportlern genau richtig. Eine Win - Win Situation für beide Seiten. Dieser gelungene Bericht in fast allen Ausgaben der Neuen Osnabrücker Zeitung hatte auch bei Stefanie Spuren hinterlassen, denn die Reportage (wir berichteten im letzten Jahr) beinhaltete auch den Mitflug in einem Segel - und Ultraleichtflugzeug. Letzteres fiel in ihr „Beuteschema“, das nicht nur dem Volontariat geschuldet, sondern es passte auch in das Freizeitgefüge. Zeitungsleute müssen nun mal auch Sonntag, s arbeiten, wenn am Montag die Neuigkeiten im Briefkasten stecken sollen. So sind wir dann zusammengekommen, auf der einen Seite ein Mitglied, das nebenbei die Pressearbeit des Luftsportvereins betreut und eine Fluglehrerlizenz sein Eigen nennt. Der Ruhstandstatus ist die Garantie für flexible Flugstunden unter der Woche, wenn Enkel und Ehefrau grünes Licht für längere Abwesenheit auf dem Flugplatz geben. Auf der anderen Seite eine junge Reporterin der Neuen Osnabrücker Zeitung, die im Volostatus durch alle Abteilungen geht und auf flexible Freizeitstunden angewiesen ist. So haben wir uns oft unter der Woche auf dem Flugplatz getroffen. Der Auftrag lautet: Ich möchte das Ultraleichtfliegen lernen. Freund Thomas van Almsick, mit dem sie die Wohnung teilt und der in der Lehrerausbildung steckt, wurde von Freundin  Steffi nun auch von dem neuen Hobby infiziert. In der Begeisterung hat sie nun auch privat zu Hause und Bekannte und Berufskollegen mit dem Virus Fliegen „überzogen“.  Nun habe ich zeitweise beide auf dem Schülersitz des Ultraleichtfliegers sitzen, wobei ihr Tom im Moment fliegerisch ein wenig kürzer tritt. Wohnung, Auto und der Lebensunterhalt als Referendar und Volontärin fordern vorsichtigen Umgang mit den Ressourcen.

Was geht denn beim Fliegenlernen im Cockpit so ab, ist sicherlich von großem Interesse. Wenn zwei nebeneinander sitzen und die Eine vom Anderen etwas lernen will. Das Ultraleichtflugzeug ist technisch von Steffi nach Klarliste gescheckt, Sprit (Autobenzin) schwappen 25 Liter im Tank, das reicht sicher für 45 Minuten Aufregung. „Wo rollen wir denn heute hin“? höre ich als Frage im Kopfhörer. Da wo die Segelflieger stehen, ist immer richtig und der Flugleiter bestätigt im Funk die Startrichtung, in der Fliegerei wird immer gegen den Wind gestartet. Motorüberprüfung, rollen auf die Piste, Vollgas. Flieg bitte so wie immer, gebe ich über die Gegensprechanlage durch. Mehr Worte fallen nicht, ich sehe dem Treiben tatenlos zu, sie kann es. Dann die Landung, jetzt müsste sie doch die Schnauze (des Flugzeugs) mit dem Steuerknüppel etwas anheben. Es passiert von selbst, ohne Ansprache, das Bugrad bleibt lange angehoben, Landeklappen wieder in Startstellung, nach 3 Minuten alles wieder von vorn.

Wenn alles geübt ist und sicher sitzt, wenn der Fluglehrer in Ruhe von oben im Landeanflug den Startvorbereitungen der Segelflieger zuschauen kann, dann muss der Selbständigkeit die Krone aufgesetzt werden. Vergessen sind die Mühen aus den ersten Schulstunden, wo Fragen, was muss ich denn jetzt machen, wie geht abfangen (Flugzeug über der Piste parallel ausschweben lassen). Lange haben wir an diesem Problem gefeilt, was sich landen nennt, da muss Mann/Frau durch, es ist nicht im Lehrbuch vermittelbar, es muss praktisch geübt werden. Dank ist an dieser Stelle den Konstrukteuren dieses Ultraleichtfliegers aus dem schwäbischen Mengen geschuldet, die genügend Festigkeitsreserven in die Fahrwerkskonstruktion gesteckt haben. „Rolle bitte nach dieser Landung einmal kurz auf die Abstellfläche und stelle das Triebwerk ab“, entscheide ich.

„So Steffi, ich bin hier über, wir haben Notlandungen geübt, kritische Flugzustände herbeigeführt und gelernt, diese zu beherrschen. Jetzt fliegst du 3 Platzrunden allein“, sind meine Worte. Ich gebe ihr noch mal alle fünf zum Abklatschen und mein angestammter Platz bleibt frei. Zum Start rollen, Vollgas und nach wenigen Metern ist Steffi allein unterwegs. Ich stehe am „Spielfeldrand“ und Freund Tom gesellt sich dazu, zur Beruhigung liegt noch ein Handfunkgerät im Gras. Dieser Moment wird mit der Videotaste mit den heutigen Möglichkeiten festgehalten, er ist nicht wiederholbar. Dreimal allein ums Eck, den Start eines Segelflugzeugs durch Verlängerung der Platzrunde mit  eingebaut, weiche Landungen. Da schlägt auch das Herz eines Fluglehrers höher, pure Begeisterung. Sie stellt den Flieger direkt neben uns Beobachtern ab und erzählt überschwänglich, was abgegangen ist.

„Auf der Piste kurz vorm Start war dann ein kleiner Nervenkitzel –Moment: wenn ich alleine abhebe, was nicht so schwer ist, muss ich auch alleine wieder runter kommen! Richtig, auch die Tatsache, wenn die 95 kg Lebendgewicht des Fluglehrers fehlen, sind 80 PS mit dem Idealgewicht einer 27 - jährigen für den ultraleichten Flieger eine Spielerei. Sie steigt aus, glücklich,  Umarmungen von Fluglehrer und Freund Tom sind ihr sicher. „Und am Ende habe ich mich gefühlt wie beim Seepferdchen, eigentlich kann man ja schon schwimmen, hat es dann aber noch mal schwarz auf weis“, so Steffi nach ihren Soloflügen. Jetzt heißt es erstmal Alleinflugerfahrung sammeln, andere Flugplätze kennen lernen  und aktuell den Unterricht für das Flugfunken besuchen. Und sie bedankt sich ausdrücklich bei ihrem Fluglehrer, der Geduld mit ihr hatte. Und das gebe ich gerne weiter an die anderen Fluglehrerkameraden und den anderen Mitgliedern der Fliegergemeinde, die das Fluggerät warten, den Flugplatz in Schuss hält und an den Vorstand, der diesen Verein mit vielem frischem Aufwind nach außen vertritt.   

Stefanie Witte an Bord des Flugzeugs.

Foto  Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 05.02.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 14. September 2015

Bohmte: Von der MiG 23 in den Segelflieger

Axel Danzers erster Alleinflug - Einen Traum spät verwirklicht

Von Friedrich Lüke

Bohmte. 56 Jahre alt musste Axel Danzer werden, um seinen Traum vom Fliegen auf dem Bohmter Flugplatz zu verwirklichen. Die Geschichte ist nicht so geradeaus erzählt, denn es hat ein paar Zufälle gegeben, die den aus Wolgast in Mecklenburg – Vorpommern stammenden auf den Bohmter Flugplatz verschlagen haben.

Bei einem Ausflug von Lemförde nach Bohmte entdeckte er ein Hinweisschild zum Bohmter Flugplatz. Wobei Lemförde schon seit 13 Jahren aus beruflichen Gründen sein Zuhause ist. An der Von-Sanden-Oberschule bekleidet er die Stelle eines Schulassistenten und fährt nur jedes zweite Wochenende in seine Heimat zur Familie.

„Da war diese Stelle ausgeschrieben und somit bin ich dann in Lemförde gelandet“, so der verheiratete Familienvater mit einem Kind. Das Interesse an der Fliegerei war immer da, wurde bereits vor 40 Jahren geweckt, wo er als Jugendlicher in der DDR in der Gesellschaft für Sport und Technik in Laucha mit dem Segelfliegen begonnen hatte. Das dauerte allerdings nur kurze Zeit, denn kleine Flugplätze wurden wegen der Zentralisierung des Segelfliegens auf wenige Flugplätze, geschlossen. Gern erzählt Danzer auch aus der Zeit, wo er 10 Jahre in der Nationalen Volksarmee in Peenemünde in der Luftwaffe zuletzt als Truppführer an der Elektro- – Spezialausrüstung der MIG 23 gearbeitet hat.

Fliegerisch so vorbelastet saß er vor 2 Jahren als stiller Gast am Segelflugstart mit auf der Wartebank auf dem Bohmter Flugplatz, sah dem Flugbetrieb zu, kam ins Gespräch. Der erste Kuchen aus seinem Lemförder Backofen des „Scheinjunggesellen“ machte die Runde. Prädikat: Lecker,  weiter so, auch wenn dieser Leckerbissen nur alle 14 Tage zu erwarten ist. Aus einem Gastflug wurde schnell ein Schnupperflug, dann kam seine Unterschrift auf den Aufnahmeantrag des Luftsportvereins. Nun war jedes Wochenende zwischen den Familienbesuchen in der alten Heimat mit vielen Fahrkilometern der nahe Flugplatz in Bohmte das Ziel. Sein selbsternannter Auftrag: Die Erlangung der Segelfluglizenz. So wird mancher sagen, mit 56 Jahren noch das Segelfliegen anfangen, ist man da noch fitt genug, um mit den 14-16 jährigen mitzuhalten? „Ja, es stimmt, wenn man älter wird, sind die Lerngeschwindigkeiten anders, es dauert ein wenig länger“, wissen die Fluglehrer zu berichten. Und da sind dann die Landungen, die aus ca. 150 Meter Höhe beginnend den Segelfluglandeplatz wie ein „schmales Handtuch“ aussehen lassen. „Auf dieser gepachteten Wiese muss die Kiste schön weich hingesetzt werden“, war oft der fromme Wunsch des Autors und anderer Fluglehrer. „Ruumms, das war ein Angriff auf die Bandscheiben, die Landung war für,n Arsch nicht so toll“, kommt aus dem hinteren Sitz. Aber so sind alle angefangen, je nach Veranlagung und Alter dauert es, bis der sogenannte Abfangbogen, also der Übergang vom Sinkflug zum parallelen Ausschweben über der Grasnabe perfekt sitzt.

Auffällig wurde Axel Danzer zwischendurch nicht nur durch seinen Kuchen, sondern auch durch seine aktive Mithilfe in allen Dingen, die der Luftsport so mit sich bringt. Eine Bereicherung für den Luftsportverein. Auf seine Initiative haben auch schon Schulklassen seiner Schule den Physikunterricht in Sachen Technik und Aerodynamik einen Vormittag auf den Flugplatz in Bohmte verlegt.  Der letzte Augustsamstag entwickelte sich zum ruhigen –A- Wetter, wie die Flieger sagen. „Heute wird sein Tag“, waren sich die diensthabenden Fluglehrer Christian Kolthoff und Friedrich Lüke einig. „So Axel, die Anschnallgurte rödeln wir hinten zusammen, mit dir will im Moment keiner mehr mitfliegen“, so die Ansage. Kaum Wind, die Sonne schon tief am Horizont startet Danzer zu seinen ultimativen Flügen. Alles gut gemacht, keine Zitterparty für alle beteiligten. Und zum Schluss gibt es traditionsgemäß so richtig den Hintern voll, für einen aus Meck – Pomm, mit Wohnsitz in Westfalen, der auszog, um in Niedersachsen das Fliegen zu lernen.  

Geschafft: Axel Danzer (rechts mit Distelstrauch neben Fluglehrer Christian Kolthoff) nach seinen Soloflügen.

Anspannung pur: Das Windenseil wird eingeklinkt, Axel Danzer fliegt zum ersten mal ohne Fluglehrer.

 

Fotos: Friedrich Lüke         

 

eingetragen von Friedrich am 05.02.2016
Presse

Wittlager Kreisblatt Lokales vom 27.August 2015 und div. andere Zeitungen

In Bohmte die Alleinflugreife erreicht

Ausbildung beim Luftsportverein

FL. Bohmte  Es hat sich in Fliegerkreisen rumgesprochen, das der Luftsportverein Wittlage auf seinem Flugplatz in Bohmte - Bad Essen auch in der Sparte Ultraleicht ausbildet. Neben dem etablierten Segelfliegen ist diese Sparte seit 2010 mit einem neu angeschafften Ultraleichtflugzeug ins Leben gerufen worden. Mit Erfolg, denn mittlerweile haben einige neue Ultraleichtflieger den Verein bereichert, Tendenz steigend. Durch die gute Nutzung hat der Verein konsequent gehandelt und kürzlich die Schulmaschine gegen ein neues baugleiches Exemplar getauscht.

Diese Art der Motorfliegerei geniest den Ruf, für Normalverdiener den Luftsport noch bezahlbar zu machen. Jetzt haben zwei Osnabrücker in Bohmte die Alleinflugreife erreicht. Marius Thiel aus Haste, der bereits mit einem motorisierten Drachen, einem sogenannten Minimum in der Luft unterwegs war, musste von der Steuerungsart durch Gewichtverlagerung mit seinem Körper auf den Steuerknüppel umgeschult werden. Der 35-jährige meisterte die Umschulung mit Bravur, eine schriftliche Prüfung bleibt ihm erspart, da er bereits eine Ultraleichtflugschein in der Tasche hat. Ohne fliegerische Vorkenntnisse erlernte Andre Nollmann (39) aus Eversburg in Bohmte das Ultraleichtfliegen. Es war schon immer sein Traum, einmal selbst zu fliegen. Dieses ging vor wenigen Tagen in Erfüllung. Sein Fluglehrer Christian Stellwag hatte abgenickt, Ausbildungsleiter und Fluglehrer Friedrich Lüke zugestimmt. Die fehlerfreien Platzrunden erfreuten Pilot und Fluglehrer. Jetzt lebt es sich mit bestandener theoretischen Prüfung und dem Status „Fortgeschrittener“ wesentlich entspannter. Das Ziel, mit Frau und Flugschein in der Tasche in einer Stunde Flugzeit auf den ostfriesischen Inseln zu landen, rückt näher. Infos auch unter www.lsv-wittlage.de

Ultraleichte Alleinflieger in Bohmte: Marius Thiel aus Haste (rechts) und der Eversburger Andre Nollmann mit seinem Fluglehrer Christian Stellwag.

 

Fotos: Friedrich Lüke 

 

 

eingetragen von Friedrich am 04.02.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 8. August 2015

Wittlager "Feldbefliegung"

Gewinn bei den Luftsportlern in Bohmte eingelöst

pm Bohmte. Georg Mönter aus Eielstädt hatte im vergangenem Dezember am Weihnachtspreisausschreiben des Wittlager Kreisblattes teilgenommen. Zu diesem Anlass hatte der Luftsportverein Wittlage einen Schnupperflug über 30 Minuten mit einem Ultraleichtflugzeug gesponsert.

Der Gewinner konnte den Blick auf den eigenen Hof genießen.                                  Foto: Friedrich Lüke

Genau diesen Gutschein hatte Fortuna ihm zugedacht. Bedeutet, dass dieser Flug mit Fluglehrerbegleitung stattfindet, der Gewinner das Flugzeug mit Fluglehrerüberwachung selbst steuert. Der bekannte Landwirt mit einigen Nebenposten in landwirtschaftlichen Vereinigungen  hatte diese Tage einen Termin mit Friedrich Lüke auf dem Bohmter Flugplatz. Nach dem Einsteigen kurze Erklärungen, was wo läuft. „Am Boden bewegst du ein behindertengerechtes umgebautes Auto, deine Füße bestimmen die Richtung, wo es lang rollen soll“, so Lüke bei seinen Einweisungen. Nur  Handgas und Steuerknüppel sind auch ungewohnte Kost, die ein gelernter Auto – und Schlepperfahrer hier nicht anwenden kann. Klappt denn der Start? „Ganz einfach, Vollgas, du hältst mit den Füßen die Richtung, etwas am Steuerknüppel ziehen und die Felder und Häuser werden kleiner“, kommen vom Fluglehrer die Anweisungen über Kopfhörer.

Was dann folgt ist pure fliegende Feldbegehung oder besser „Feldbefliegung“. Überall sind Erntearbeiten noch am Abend im Gange, Lohnunternehmer und Flure kennt Mönter auswendig. In Wittlage ist es ein im Bau befindlicher Güllebehälter und auf dem Essenerberg eine Biogasanlage, die selbstgesteuert angeflogen und identifiziert werden. „Was für ein schöner Flecken Erde ist das Wittlager Land“ merkt Mönter während der Tour an.

Schnell sind die 30 Minuten im wahrsten Sinn verflogen, der Bohmter Flugplatz ist wieder in Sicht. Bei der Landung hat der Fluglehrer seine Hand mit am Steuerknüppel, das kann man nur durch zigmal üben richtig hinbekommen, so Lüke. Wenn es in diesem Beruf einen Ruhestand gibt, so könnte Georg Mönter sich vorstellen, dank Wittlager Kreisblatt und Luftsportverein doch noch mal in eine luftige Lehre zu gehen.

Schnupperflug: Georg Mönter (rechts) steuerte das Ultraleichtflugzeug selbstständig mit Ko - Pilot Friedrich Lüke über das Wittlager Land.

Foto: Stefanie Witte

 

eingetragen von Friedrich am 04.02.2016
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Wittlager Kreisblatt vom 28.Juli 2015

Flugplatzbesuch: Schüler der Klassen 4 der Erich Kästner - Schule aus Bohmte besuchten die Wittlager Luftsportler.

 

 

Ein Wunsch blieb unerfüllt...

Kinder besuchen den Flugplatz Bohmte

 

Von Friedrich Lüke

Bohmte. Es ist schon fast Tradition, dass die 4 Klässler der Erich Kästner - Schule aus Bohmte 2 Tage vor Ferienbeginn den Bohmter Flugplatz besuchen. Der Flugplatz ist von der Tilingstrasse per Wanderung  schnell erreicht.

Der mit 55 Kindern bestückte Klassenverband eroberte die Terrasse der Flugplatzkantine, erstmal war Frühstück angesagt. Nicht alle fanden Platz an den Tischen, da ist dann der Holzfußboden auch als Lagerstätte willkommen. Begleitet wurden die Schüler von den Lehrkräften Renate Förster (4b), Anni Fangmann (4c) und Theresa Wöbker (4a). Als zusätzlicher Betreuer war Claas Seidel dabei, der als FSJler (Freiwilliges soziales Jahr)als zusätzliche Aufsicht fungierte. Nach der Stärkung folgten Grußworte von Vorstandsmitglied Friedrich Lüke, der kurz den Zweck des Luftsportvereins, Geschichte und die luftsportlichen Betätigungen aufzeichnete. „Ihr seit nur noch ein paar Jahre davon entfernt, selbst hier aktiv zu werden“, so Fluglehrer Friedrich Lüke bei der Besichtigung der Segelflugzeuge. Stellvertretend für die Schüler nahmen dann Theresa Wöbker und Claas Seidel im neuen Ultraleichtflieger Platz. Mit aktiviertem Funkgerät und Kopfhörern konnten die beiden sich unterhalten. Klar, dass alle Schüler im „Rotationsverfahren“ die beiden beim „Trockenfliegen“ zusehen konnten. War da noch was? Aber sicher doch, denn jetzt wurde die Flugzeugwerft Wiebusch besichtigt. Firmeneigner Ralf Wiebusch und Mitarbeiterin Tanja Ellermann wussten ihre Sprösslinge unter den Schülern, quasi ein Heimspiel. Segelflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge werden hier repariert und bekommen auch den notwendigen jährlichen Flieger – TÜV. Das war eine besondere Erfahrung für Schüler und Lehrkräfte, mal eine Tragfläche ohne Bespannung zu sehen oder den Blick auf einen unverkleideten Motor zu werfen.

Mitgebrachte Bälle wurden ausgiebig auf den reichlich vorhandenen Flächen zu Fußballspielen genutzt und die Schaukel der Luftsportler war im Dauereinsatz. Eine Flugplatzbesichtigung ohne ein fliegendes Flugzeug? Nach dem morgendlichen Regen strahlte die Sonne, aber es blies ein starker Wind.

Ralf Wiebusch legte eine Arbeitspause ein, holte die 4 - sitzige  Vereinsmaschine aus dem Hangar und bat um Mitflieger. Theresa Wöbker und Claas Seidel „opferten“ sich, der Rest verzichtete auf die Chance, ihr eingenommenes Frühstück auf die schnelle wiederzusehen...  „Frau Wöbker, wie ist es da oben?“ stellte eine Schülerin per Funk nach oben. „Wir sind gerade über unserer Schule in Bohmte“ kam zurück. Die vorn neben Wiebusch sitzende Wöbker durfte auch an den Steuerknüppel: „Aufregend, ganz was anderes, jede Windböe wird gespürt“.  Die Schüler werden sich nach den Ferien in anderen Klassenverbänden wiederfinden. Ein schöner Abschluss mit einer mehrfach unerfüllten Bitte, doch bitte einen Looping zu drehen. FL  

 

Foto: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 04.02.2016
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Wittlager Kreisblatt Lokalsport vom 13.6.2015

Ohne "Bammel" gibt es nicht beim Schnuppern

Wenn Luftsportler den Steuerknüppel "rühren" lassen...-Checkliste wie im Airbus-Cockpit

 

Schnuppern erlaubt und gefragt: Viele am Flugsport interessierte konnte der Luftsportverein Wittlage in Bohmte begrüßen.

 

FL Bohmte „Das ist ja einfacher als ich dachte, ich durfte selber steuern, geil, wie das alles von oben aussieht“ waren oft gehörte Bemerkungen, die von Neulingen im Luftsport geäußert wurden.

Um einen Tag hatte der Luftsportverein Wittlage den Schnuppertag verschieben müssen, das Wetter spielte nicht mit. Bei bedecktem Himmel ohne Regen konnten die Luftsportler viele Schnupperflieger begrüßen, die im Segelflugzeug oder Ultraleicht einmal selbst den Steuerknüppel „rühren“ durften.

Nach ein wenig Theorie und Verhaltensregeln auf dem Flugplatzgelände und Vorstellung der Fluglehrer wurden die Flugzeuge an die Startstelle gebracht. Ein wenig „Bammel“ hatten viele Segelfluginteressierte vor dem steilen Windenstart. Diese Skepsis war allerdings unbegründet, denn mit den eigenen Händen und Füßen an den Steuerorganen und einem Fluglehrer im Rücken entpuppte sich diese in der ganzen Welt praktizierten Startart als harmlos aus. Bevor vom Übungsdoppelsitzer „Delta 0149 startklar“ an den Segelflugstartleiter per Funk gemeldet wurde, musste im Flugzeug sitzend die Checkliste abgearbeitet werden. Die Neulinge im Cockpit lasen diese Liste laut vor und mit Unterstützung von Fluglehrer und Luftsportvereinhelfern wurde diese Aufgabe wie jeder andere Flugschüler auch, gemeistert. „Das wird im Airbuscockpit übrigens genau so gemacht“ ist von fachkundigen Helfern zu hören.

„Ist man(n) / frau erstmal in der Luft, ist es zu spät, noch etwas Wichtiges am Flugzeug oder Besatzung zu regeln“. Diese Startvorbereitung ist keine Show für Außenstehende, sondern gehört aus Flugsicherheitsgründen zum festen Startvorbereitungsritual. Danach wird das Flugzeug und Besatzung startklar an den Startleiter gemeldet, der umgehend den Windenfahrer am anderen, über 1 km entfernten Ende des Flugplatzes über den bevorstehenden Start informiert. Mit 300 PS ging es dann gefühlvoll in den Himmel, das die Flugschülerinnen und Schülern mit „Raketenmäßig“ kommentierten. Nach der Landung dann der sportliche Teil, die doppelsitzigen Segelflieger mussten zu den Startstellen zurückgeschoben werden. Neidische Blicke zu den Ultraleichtfliegern gab es auch, denn da wird mit Motorkraft gerollt. Wer diese Schnuppersparte gewählt hatte, konnte 30 Minuten am Stück mit Fluglehrerbegleitung das Vereinsultraleicht ausprobieren. „Überhaupt nicht so schwierig, wie ich mir das vorgestellt habe“, war der Kommentar eines neuen zukünftigen Flugschülers, der weitermachen möchte.

Punkt 13 Uhr kam die Order: „Alle zum Essenfassen auf die Terrasse am Clubheim“. Heißwurst und Kartoffelsalat warteten auf die Neuflugschüler und Anhang. Danach ging es gestärkt in die zweite Halbzeit. Maximilian Gärtner, 14 – jähriger Schüler des Wittekindgymnasiums in Lübbecke musste auf die Waage. Der vordere Sitz eines Segelflugdoppelsitzers braucht eine Mindestzuladung, die bei ihm nur mit zusätzlichen Bleigewichten zu erfüllen ist. Das hat natürlich auch Grenzen, zu sehr „untergewichtige“ Jugendliche werden auf die nächste Saison vertröstet, mit der Aufgabe sich entsprechende Pfunde zuzulegen. Geschnuppert hat auch  Christiane Lögering aus GmHütte. Die 34 – jährige verheiratete Dipl- Kaufrau und Mutter zweier Kinder hat das Segelfliegen ausprobiert. „Geht richtig schnell hoch, interessant wie der Flieger auf Steuereingaben reagiert“. Das empfand auch Sandra Fischer aus Melle, die sich auch für den Segelflug gemeldet hatte. Die 35 – jährige Kundenberaterin und Mutter von 4 Kindern hat schon öfter an Rundflügen teilgenommen, doch jetzt selbst richtig ein Flugzeug steuern, ist noch eine bessere Erfahrung.  

Der Tag der offenen Tür am 1.Mai und Zeitungsartikel über die Vereinsaktivitäten waren übrigens die meist genannten Gründe, nach Bohmte zu kommen. Am Ende  dieses erfolgreichen Schnuppertages, das mit einem gemeinsamen Grillen abschloss, haben die Wittlager Luftsportler neue Freundinnen und Freunde für ihre Sache gewonnen.

Blei ersetzt Körpergewicht: Maximilian Gärtner (14) aus Lübbecke kurz vor seinem ersten Segelflug in Bohmte

 

Fotos: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 04.02.2016
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 11. Februar 2015:

Wachsen, Polieren, Reparieren

Auch ohne Flugbetrieb gibt es im Winter viel Arbeit bei den Wittlager Luftsportlern - Hochbetrieb in der Werkstatt

Von Friedrich Lüke

BOHMTE. Seit Anfang November letzten Jahres haben die Segelflugzeuge des Wittlager Luftsportvereins eine Ruhepause verordnet bekommen. Das hängt zum großen Teil mit dem Wetter in der Herbst – und Winterzeit zusammen, ist aber auch der intensiven Wartung und Reparatur der motorlosen Fluggeräte geschuldet.

Für jedes Segelflugzeug gibt es Instandsetzungslisten, die Werkstattleiter Joachim Stark nach Beendigung des Flugbetriebs im vergangenen Jahr aufgestellt hat. „Bei der DG muss das Gurtzeug ausgetauscht werden, die 12 Jahre sind rum“, gibt Stark an die meist jugendlichen Flugschüler und Scheininhaber weiter. Es ist Aufgabe des Werkstattleiters, auch zu schauen, welche Bauteile einer turnusmäßigen Überholung oder Austausches bedürfen. Die Lebenslaufakte des doppelsitzigen Kunststoffgleiters vom Typ DG 505 sagt aus, das in 2015 nach  Neuanschaffung die Anschnallgurte für die beiden Pilotensitze zu Tauschen sind. Genau wie die Anschnallgurte eines Autos sorgen hier gleich 5 Gurte pro Sitz für festen Halt der Piloten, die auch schon mal über Kopf im Rückenflug sich auf diese Gurte sicher verlassen müssen. Zur Kontrolle werden auch alle Sitze und Verkleidungen ausgebaut. Hier offenbaren sich versteckte Steuerelemente und Kabel, aber auch Kugelschreiber, die zwar während des Fluges gelegentlich zum Einsatz kommen, aber unter dem Sitz nichts zu suchen haben.

Alle Segelflugzeuge kommen nacheinander dran, oftmals auch im Doppelpack, wenn der Platz in der Werkstatt es hergibt. Alle bekommen eine Grundreinigung in Form von Staubsaugen bis in die hinteren Ecken, wachsen und polieren der Oberflächen und schließlich auch dezentes abschmieren von Gelenken und Ruderanschlüssen. Die Plexiglashauben werden nicht vergessen, die bei richtiger Behandlung mit Spezialpolierpaste in schweißtreibender Handarbeit den neuwertigen Zustand erreichen können. Mitte März soll es wieder, wenn Wetter und Flugplatz es hergeben, die ersten Abnahmeflüge geben. Flugzeuge müssen jedes Jahr zum Flieger – TÜV und da sind ein paar turnusmäßig dran. Dann wird sich zeigen, ob ein Prüfer der Luftfahrtbehörde die Arbeit in der Werkstatt honoriert und seinen „Segen“ mittels Stempel den Betrieb wieder für ein Jahr garantiert. Joachim Stark ist als Werkstattleiter ein alter Hase. Holz – und Kunststoffbauweise zur Reparatur von Segelflugzeugen hat er in der Freizeit auf Lehrgängen erlernt. Nun im Rentnerdasein kann sich der Elektromaschinenbaumeister  noch mehr um den Segelflugzeugpark kümmern. Oft bei Reparaturen im Alleingang, da Jugendliche ohne handwerkliche Erfahrung hier auf sensible Technik trifft. Da muss die „Smartphongeneration“ sich schon mal Belehrungen anhören, die dann im rauen Ton mit herzlichem Hintergrund „versendet“ werden…

Wir fragten einmal in die Werkstattrunde, warum sie im Luftsportverein Wittlage diesem Hobby frönen. Maren Schütte (16) aus Lintorf kam mit 12 Jahren zu den Luftsportlern. Fühlt sich in der Jugendgruppe wohl, möchte in diesem Jahr ihren Segelflugschein abschließen. Linda Wiedner aus Osnabrück - Belm fühlt sich super aufgehoben. Die 19-jährige Abiturientin hat seit Juni letzten Jahres den weltweit gültigen Segelflugschein in der Tasche und geht ab Juli für ein Jahr nach Australien. Leon Grothmann aus Ostercappeln, angehender Abiturient besitzt den Segelflugschein. Der 17 - jährige fliegt auch Ultraleicht, beginnt in diesem Jahr ein BWL Studium in Hamburg. Voll gut findet Henri Jakoblinnert aus Harpenfeld das Segelfliegen.

Der 17 - jährige plant in diesem Jahr seinen Segelflugschein zum Abschluss zu bringen. Aus Espelkamp ist Realschüler Cedrik Kleine – Beek zu den Luftsportlern gestoßen. Der 16 - jährige ist fortgeschrittener Segelflugschüler und hat mächtig Spass an der Sache und kommt auch mit einem Fernsteuersender zurecht.

In der „ultraleichten Fraktion“ liegt auch Arbeit an. Das vereinseigene Ultraleichtflugzeug hat seit Neuanschaffung im August 2010 1000 Flugstunden im Bordbuch. Eine umfangreiche Inspektion  steht nun an. Martin Herber und Andre Nollmann aus Osnabrück kümmern sich um die Technik des „Ikarus C 42“. Andre Nollmann ist seit Anfang vergangenen Jahres in der Ultraleichtausbildung. Als der Wartungsposten zu besetzten war, kamen dem in der Qualitätssicherung eines hiesigen Landmaschinenherstellers beschäftigten seine Bundeswehrzeit zu Gute. 5 Jahre hatte er in Rheine – Bentlage bei den Heeresfliegern an Wartungen des Großhubschrauber CH 53 gearbeitet. Martin Herber ist selbstständiger  Maschinenbauingenieur und beschäftigt sich mit der Entwicklung von E-Bikes und Prüfständen. Er hatte schon vor Zuzug nach Osnabrück den ultraleichten Pilotenschein in der Tasche. So ist er vor einem Jahr auf den Flugplatz Bohmte gekommen, um im Umfeld einen Verein zu finden, der entsprechendes Fluggerät vorhält. Der Vorstand ist äußerst froh, das neue Mitglieder Verantwortung übernehmen und somit ein kostengünstiger - in diesem Fall ultraleichter - Flugbetrieb angeboten werden kann. Ölwechsel, Kontrolle der gesamten Flugzeugstruktur stehen auf dem Programm. Die beiden Ultraleichtwarte müssen mit der ungeheizten neuen Flugzeughalle vorlieb nehmen. Der Hersteller Comco im schwäbischen Mengen hat eine sogenannte Lufttüchtigkeitsanweisung heraus gegeben. Es ist eine Benzinrücklaufleitung von den Vergasern zurück zum Tank neu zu verlegen. Das Material samt Einbaueinleitung ist da. Nun ist handwerkliches Geschick gefragt inklusive einer zusätzlichen Bohrung in den Tank. Es könnte die letzte Überprüfung der „India Golf“ sein, die ihre Abkürzung aus den letzten beiden Buchstaben der Flugzeugkennung am Rumpf und Tragfläche aus dem Natoalphabet hat. In der kommenden Jahreshauptversammlung der Luftsportler soll unter anderem abgestimmt werden, dass das jetzige Ultraleichtflugzeug gegen ein neues baugleiches ausgetauscht werden soll. Gute Nutzung, günstiger Flugbetrieb und ein eingeflogenes Guthaben machen die Entscheidung leicht, dass in diesem Bereich „frisches“ Fluggerät vorgehalten werden kann.

Weniger leicht wird indes die geplante Anschaffung eines zweiten Ultraleichtflugzeuges werden. Ausgebildete Piloten und Flugschüler drängen sich auf ein Ultraleichtflugzeug, ein zweites wäre durch gute Nutzung, Eigenkapital und Privatdarlehen zu finanzieren, ist man sich einig. Das vornehmlich für Reiseflüge gedachte zusätzliche neue Ultraleicht ist ein Tagesordnungspunkt auf der kommenden Jahreshauptversammlung. Viele Piloten, viele Meinungen und Vorlieben, so Ausbildungsleiter Friedrich Lüke: „Es gibt einen unüberschaubaren Markt von Ultraleichtflugzeugen. Der Verein ist gut beraten, wenn er auf bewährtes  Fluggerät zurückgreift, einfach zu fliegen und günstig in Anschaffung, Nutzung und Unterhaltung ist“. Die Luftsportler haben noch andere Projekte verwirklicht oder geplant. Ein über 40 Jahre alter Flugzeughangar, der auch als Veranstaltungshalle für den Tag der offenen Tür genutzt wird, hat im vergangenen Herbst ein neues Dach bekommen, ein einsitziges Segelflugzeug wurde ausgetauscht und die Ausgleichpflanzungen für den Neubau des Sozialtraktes wurden überplant. Der Vorstand mit dem Führungsduo Heinz Wischnat und Stellvertreter Dirk Nedderhoff haben den Verein zu einer modernen Luftsportstätte entwickelt, die bei Fliegern, Besuchern und Gästen Anerkennung findet. Infos auch unter www.lsv-wittlage.de     

 

Cedrik Kleine – Beek (16) aus Espelkamp hat viel Spass am Segelfliegen.

 

Henri Jakoblinnert (17) aus Bad Essen – Harpenfeld findet Segelfliegen „voll gut“.

 

Aus Ostercappeln kommt der Scheininhaber Leon Grothmann (17). Hat sein Hobby inklusive Freundin Maren Schütte auf dem Flugplatz Bohmte gefunden.

 

Mit 12 Jahren schon dabei. Maren Schütte (16) aus Lintorf hat das Hobby richtig gewählt, tolle Truppe, plant in diesem Jahr den Pilotenschein.

 

Linda Wiedner (19) aus Osnabrück - Belm hat den Pilotenschein in der Tasche. Fühlt sich im Verein super aufgehoben.

 

Einziehfahrwerk: Bei jedem Flug wird das Einziehfahrwerk des Segelflugdoppelsitzers betätigt. Leon Grothmann pflegt die Mechanik.

 

Ultraleichtes Duo: Andre Nollmann (links) und Martin Herber kümmern sich um die Wartung des Ultraleichtflugzeuges.

 

Werkstattgespräch: Joachim Stark (links) leitet die Arbeiten an den Segelflugzeugen.

 

Erfolgsmodell: Das Ultraleichtflugzeug aus der schwäbischen Flugzeugschmiede „Comco“ soll nach Vereinsbeschluss baugleich erneuert werden.

 

Text und Fotos: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 24.11.2015
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 2.August 2014

 

Zur Sicherheit: Ein Fallschirm mit Raketenmotor

Erfahrung beim ersten Anlauf: Fliegen tut das Ultraleichtfliugzeug von allein...

Von Friedrich Lüke

Bohmte. „Und du hast dir das gut überlegt?“, diese Frage stellte ich der „Neuen“, die 2012 zum Flugplatz Bohmte gekommen war, um ihren Traum nach grenzenloser Freiheit endlich anzupacken. Mit 43 Lebensjahren der Entschluss: ich möchte fliegen lernen. Da kann doch geholfen werden. „Ich bin der Fitti“, die meisten nennen mich so, „ich bin die Tanja“. Das wäre also geklärt. Sobald der Rundflugstatus sich in diesem Fall zu einem Arbeitsschnupperflug entwickelt, ist das verbindliche Du ohne großes kennen lernen unter Fliegern die landläufige Anrede. Eine kurze Bodeneinweisung und dann sitzt Tanja stolz auf der richtigen Seite, wo die Piloten verantwortlich ihren Platz haben. Anschnallen, Kurzanweisung was jetzt passiert und schon erweckt ein kleiner Knopfdruck den 80 PS 4 Zylinder 4-Takt Rotax Boxermotor zum Leben. „Stell deine Füße ruhig unten auf die Pedale, du wirst sie gleich dort brauchen“. „Ok, das könnte klappen, wenn ich richtig dran kommen könnte“, kommt über die Gegensprechanlage an meinen Kopfhörer. Ich schaue runter, da fehlen ein paar cm Beinlänge, aber wenn man sich lang macht, müsste es für diesen Flug reichen.

Flugschülerin Tanja Fornaci und Fluglehrer Friedrich Lüke im Cockpit des Ultraleichtflugzeugs über dem Flugplatz Bohmte

Vor dem nächsten Flug kommt ein Kissen in den Sitz. Gleich beim Rollen zur Piste übergebe ich den Flieger an Tanja:“ „Unten rechts mit dem Fuß reintreten, die Maschine steuert nach rechts usw.“ sind meine Anweisungen. Die jahrelange Autofahrerangewohnheit, mit den Füßen Kupplung, Bremse und Gas zu bedienen, muss hier im sprichwörtlichen Sinn über Bord geworfen werden. Richtungsteuerungen am Boden mit den Füßen findet man sonst nur in Sonderfahrzeugen mit Behindertenumbauten, in einem Flugzeug ist es aber Programm. Die Suche nach dem Gashebel ist für Unkundige immer spannend, hat der schwäbische Ultraleichtflugzeugbauer Comco diesen zwischen den Beinen platziert, wo bei anderen Fliegern der Steuerknüppel vorzufinden ist. Das macht die Sache nicht einfacher. „Wenn du jetzt mal dieses Rohr nach vorne drückst, wird es vorne lauter und umgekehrt“, gebe ich an das Micro gen Tanja. Wir sind in der Luft, den Start mache ich, aber schon nach wenigen Metern Höhe übergebe in den Flieger komplett an meine Schnupperfliegerin. Ich merke nach wenigen Flugminuten, da ist ein Feuer entfacht worden. Ich erkläre in ruhigen Worten, das nur winzige Steuerknüppelbewegungen zur Erzwingung neuer Richtungen notwendig sind.

„Fliegen tut sie von allein, du musst ihr nur mitteilen, wo es lang gehen soll“. Ich schiebe noch nach „Wenn eine Kurve angesagt ist, schauen ob der Luftraum frei ist und dann  Füße  und Hand gleichzeitig in eine Richtung bewegen“. Na also, es funktioniert. Es funktioniert so gut, dass wir einen selbstgesteuerten Rundflug über das Wittlager Land unternehmen. Beim Rundflug, wie der Name schon sagt, sind auch zwangsläufig Kurven zu fliegen. Nach der Landung mit Tanjas Hand am Steuerknüppel zum Mitfühlen auf dem Bohmter Flugplatz ist mit ihr etwas passiert, was man(n) frau so schnell nicht wieder loswerden wird. Dieser Virus heißt Fluggeilheit, ist harmlos und bestimmt fortan in angemessenen Dosen die Freizeit. „Was muss ich nun tun, um da richtig...“. Mit Formularen und Ratschlägen verabschiedet sie sich vom Flugplatz. Einige Hausaufgaben gebe ich ihr mit auf den Weg. Augenarzt, Fliegerarzt, polizeiliches Führungszeugnis, aktueller Auszug aus dem Flensburger Verkehrspunktekonto. Ob sie wohl wieder kommt?

Die leitende Mitarbeiterin im kaufmännischen Bereich eines IT Unternehmens in Osnabrück steht Ende Juli, 8 Wochen nach dem Schnupperflug wieder auf dem Flugplatz, alle Papiere dabei.

Bevor es in die Luft geht, wird der Flieger gründlich untersucht - hier ein Blick in das Innere einer Tragfläche.

„Wir können anfangen“. Zuerst sind da Termine, die von der Freizeit der neuen Flugschülerin, mein Zeitgefüge im (Un) Ruhestand im Einklang mit den Enkeln und anderen Flugschülern bestimmt werden. Dazu kommt die Verfügbarkeit des Flugzeuges, das von vielen Piloten bewegt wird und dem technischen Klarstand abhängt. Wer fliegen möchte, sagt das den anderen per Internet. Wenn da grünes Licht ist, gibt es noch die große unbekannte Wetter. Für Anfänger sollten die Winde nicht zu sehr von der Seite kommen, das bringt in der Anfangsphase des Fliegen Lernens nur Verdruss. Anders ausgedrückt. „Der ansonsten handzahme  Flieger macht besonders bei südwestlichen Winden durch die Verwirbelungen der Bäume südlich des Flugplatzes gerne einige unliebsame Bocksprünge. Schauen wir doch einmal in so eine typische Schulstunde rein. Falls das Ultraleicht noch im Hangar steht, Flugzeug ausräumen und Vorflugkontrolle. Und diese Kontrolle wird sehr gewissenhaft und genau durchgeführt, nach Checkliste. „Da sind noch 15 Liter im Tank“. „Da sollten wir 15 Liter nachfüllen“ entscheiden wir. Ein großes Kissen im Rücken, anschnallen und jetzt die Checkliste „für wenn man drinsitzt“ wird Zeile für Zeile vorgelesen und abgearbeitet. Fängt an mit dem Ziehen des Sicherungsstiftes für den Raketenmotor des Fallschirms, der im Falle eines Falles das Flugzeug samt Besatzung sicher zu Boden bringt.

Beim Motoranlassen gibt es Anleihen aus der frühen VW Käferzeit: Es ist bei diesem modernem Triebwerk ein Choke vorhanden, ist der Motor kalt, springt er nur mit dieser Unterstützung an. Wir sind über das sogenannte Vorfeld zu unserem Startpunkt  im Westen gerollt, es ist Ostwind. Jetzt werden noch die beiden Zündkreise einzeln kontrolliert, der Motor hat pro Zylinder 2 unabhängige Zündsysteme. Tanja hat alles überprüft und setzt über Funk die Startinfo ab. Die Flugplatzstörche aus Stickans Nest in Harpenfeld sind im Winter fast immer am Flugplatz anzutreffen und so stehen sie auch heute wieder am Flugplatzrand Spalier, kennen den Flugbetrieb. Nach wenigen Meter Rollstrecke fliegen wir und lassen die beiden Adebare als weiße Punkte hinter uns. Den Start hat meine Begleiterin voll drauf, ich habe meine Hände und Füße in Ruhstellung. „Ich möchte mich erst wieder ein bischen einfliegen, bevor wir Platzrunden drehen“, so Tanja, „ganz in meinem Sinne“ erwieder ich, der Mittellandkanal eignet sich hervorragend als Sichtmarke für Kurvenflugübungen. Wir befinden uns in 300 Meter Höhe  bei Wimmer, der Boxermotor aus der österreichischen Motorenschmiede Rotax läuft mit Sparleistung. „Sauberen Kurvenflug merkst du am besten mit dem Allerwertesten, das sogenannte „Arschgefühl“ trügt nicht, wenn in der Kurve rumgeeiert wird“, ist mein Kommentar zu diesen Übungen. Dann geht es zurück nach Bohmte, fliegen bedeutet landen üben.

Der Anflug auf den Bohmter Flugplatz will immer wieder geübt werden

Zwischendurch kommen wir immer wieder ins Gespräch. „Das sieht doch alles so aus wie in Plänen, diese Ordnung, da unten ein Fahrradfahrer, der uns vermutlich noch nicht mal hört und wir fliegen mit gemütlichen 120 Stundenkilometer über das schöne Wittlager Land“, gibt Tanja in meine Kopfhörer. Recht hat sie. Diese Begeisterung des puren Runterschauens gehört auch dazu. Diese Idylle ist spätestens bei Erreichen des Flugplatzes vorbei. Vergaservorwärmung ziehen, Benzinpumpe an, funken, Landeklappen setzen, Luftraum beobachten. Das mit der Vergaservorwärmung ist kurz erklärt: Durch den Auspuff vorgewärmte Luft gelangt zum Vergaser und verhindert eine Vereisung wegen Verdunstungskälte des Flugbenzins. Ich schaue kurz rüber zu meinem Lehrling, natürliche Anspannung macht sich breit, jetzt kommt gleich der Landeanflug. Eine gute Möglichkeit, alles zu versemmeln. „Soll ich schon rum, fragt sie“, „ja mach mal, wir haben einigermaßen Wind, brauchst nicht über die Kreisbahn rausgehen“, antworte ich.

Nach dem sogenannten Queranflug kommt jetzt der richtige Landeanflug, der Hauweg und die Siedlung im Süden von Bohmte zieht an der linken Cockpitscheibe vorbei. Sie hat es schon oft hinbekommen, ich schweige sie an. Die Luftschraube dreht im Leerlauf, der Gleitwinkel passt, wir erreichen den Flugplatz an der richtigen Stelle zur Landung. Es gibt keinen Grund, den Landeanflug jetzt zu verbessern. „Du müsstest doch ein wenig weiter zur Mitte des Flugplatzes steuern“, „hab ich auch gerade bemerkt“ kommt zurück. Wir sind wenige Meter über dem Flugplatz, jetzt ist Feinarbeit am Steuerknüppel angesagt, damit Aluminiumrohre ihre Ursprungsform behalten. Ich flüsster ins Mikrofon: ziehen, warten, wieder ziehen und warten. Gemeint ist das gefühlvolle ziehen am Steuerknüppel in kleinen Dosen, sprich ausschweben parallel über dem Boden bis zum Aufsetzen.

„Pass auf, sie steigt weg“ gebe ich als Kommentar ab. Zu spät, diese Landung wird nichts. „So eine Sche...“, hör ich im Kopfhörer und sie setzt nach: „Was war los?“ „Nichts, du hast nur die „Zügel“ locker gelassen, mehr war nicht, jetzt würde ich durchstarten“. Der Gashebel zwischen den Beinen wandert nach vorn und nach 3 Minuten kommt die Wiederholung, ist die Platzrunde wieder abgeflogen, alles auf Anfang. Genügend Abstand zum Reiterhof Richter in Harpenfeld und zum Schloß Hünnefeld sind selbstverständlich, Tanja dreht vorzeitig ab. Ich „klinke“ meine Hände bewusst  oben  an Cockpitrohre und spreche nur kurze Anweisungen... butterweich setzt die Ikarus Comco C 42 sich ins Gras und auf das Hauptfahrwerk, das Bugrad bleibt erst mal noch oben in der Luft, so soll es sein. Ich vertraue auf ihre bereits gut antrainierten Reaktionen, aber bereit, jederzeit einzugreifen, aber nicht nötig. Das ist dem Job geschuldet, viel zuzulassen, damit auch Fehler selbst ausgebügelt werden können. Ständig am gemeinsamen Steuerknüppel zwischen uns beiden mitzufummeln, ist nicht. Habe ich eine Entspannung in ihrem Gesicht gesehen? Na klar, meine Begeisterung kommt prompt: „gut gemacht, und wieder durchstarten“.

Im Ultraleichtflugzeug darf die Flugschülerin von der ersten Stunde an selbst fliegen

Fliegen heißt landen, ein wahrer Spruch in der Fliegerei. Das kann man nur in der Praxis lernen, ist mit Theorie oder einfachem Flugsimulator am PC nur schwerlich realistisch umzusetzen. Genug für heute, nach 45 Minuten ständigem Übens mit vielen Eindrücken und Handlungsabläufen ist die Luft raus und Schweißperlen sollten trocknen. Zum Hangar rollen, Nachbesprechung der Flüge, Flugzeug waschen, die Papierlage von Bordbuch und persönlichem Ausbildungsnachweis und Flugbuch auf Iststand bringen. Die Frage „Wann fliegen wir das nächste mal?“ wird geklärt. Das nächste Etappenziel der erste Alleinflug. Und dieser besondere Kick für jeden Flugschüler steht irgendwann ins Haus. Nach einer persönlichen Auszeit in Sachen Fliegerei hat Tanja in 2014 nun wieder mit dem Schulbetrieb begonnen. Es ist ein Samstag im Juli, ein Tag vor dem Endspiel der  Weltmeisterschaft im Fußball. Ich sitze tatenlos auf meinem Arbeitsplatz auf der rechten Seite im Ultraleicht, sehe und höre Tanja zu oder schaue in die Pappeln südlich des Flugplatzes, die ich bereits alle mit Namen kenne… Das einwandfreie Abfliegen der Platzrunde, auf dem Boden projiziert ein Rechteck, ist die Grundlage jeder Flugschulung, klappt hervorragend. 

Eingegliedert zwischen den Segelflugstarts auf dem Bohmter Flugplatz und Landungen anderer Flugzeuge. Ich brauche nicht lange nachdenken, es wird heute auch ihr Tag werden. Um fitt für diesen Moment zu sein, baue ich noch mal zur Wiederholung alle Möglichkeiten ein. Motorausfälle beim Start, Außenlandeübungen außerhalb des Flugplatzes und eine Landung mit stehendem Triebwerk. Alle Motorflieger werden bei Triebwerksausfall zu Segelfliegern und das wird praktisch geübt. Nach der Landung sage ich meiner Flugschülerin, was ich vorhabe: „Du wirst heute Abend deine ersten Alleinflüge absolvieren, wenn du es möchtest.“ Sie muss es gespürt haben. „ok…“ kommt zurück. „Stelli – in Person Ultraleichtfluglehrer Christian Stellwag – wird dich noch mal checken“. Den Daumen hoch nach dieser Überprüfung mit 4 Augenprinzip, ist nun der Weg frei für dieses nicht zu wiederholende Erlebnis. Die Anschnallgurte auf der Fluglehrerseite lege ich zusammen, das Sprechgeschirr in den Sitz, den Schalter für die Gegensprechanlage aus, ich fliege ab sofort (vorläufig) nicht mehr mit. Dieser Moment gehört uns beiden allein. „Tanja, mach’s gut, du kannst es“ sind meine Worte und unsere Hände finden sich noch mal zum abklatschen. Tür zu und meine Kamera auf Video schalten, mehr ist nicht zu tun. Nun  stehe ich am „Spielfeldrand“ und warte auf die erste Landung. Durch den Zoomsucher bin ich dicht dran. Perfekt, das Hauptfahrwerk setzt auf, das Bugfahrwerk wie trainiert erst später und wieder durchstarten. Nach 3 Platzrunden liegen wir uns verschwitzt in den Armen, herzlichen Glückwunsch Tanja, alles perfekt.         

Tanja ist nun angekommen bei den Wittlager Luftsportlern, allerdings mit dem Hinweis, “ich hätte schon  einige Lebensjahre früher damit anfangen sollen“.

Alleinflug geschafft: Flugschülerin Tanja Fornaci und Fluglehrer Friedrich Lüke freuen sich über den Ausbildungsfortschritt.  Foto Michael Hartmann

Fotos: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 13.01.2015
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 23. Juli 2014                                    

                              Das Versprechen eingelöst

Rundflug mit Elli Köppe über Bohmte

 

FL Bohmte. Diese Tage wurde ein urkundliches Versprechen auf dem Flugplatz Bohmte eingelöst. Elli Köppe aus Bohmte – Hinterbruch hatte beim letztjährigen Gemeindefest der St. Thomas Kirchegemeinde einen Hauptpreis gewonnen. Beim Abschätzen einer Geldsumme, die nötig war, um Pastor Weinbrenner aufzuwiegen, hatte sie richtig gelegen. Der Luftsportverein Wittlage hatte dazu einen Rundflug über Bohmte gespendet. Die resolute und rüstige 82 – jährige war mit einem Verwandschaftstross angereist. Auf die Frage, welcher Pilot das nun erledigen sollte, meinte sie: „Egal ob alt oder jung, ich nehme alles…“

So wurde es nun Friedrich Lüke, der zufällig in der Nähe war und auch seinerzeit die Anfrage aus der St. Thomas Gemeinde in die Tat umgesetzt hatte. Nach dem problemlosen erklimmen des einsteigerfreundlichen Ultraleichtflugzeuges ging es sofort Richtung Hunteburgerstraße, um genau zu sein „Zum Kolk 1“. „Da laufen viele Pferde rum, müsste man gut erkennen können“, war ihr Kommentar beim Anflug. Ein paar Runden ums Haus gehörten dazu wie auch ein langsamer Überflug über Bohmte mit der Ansicht der St. Thomas Kirche, die in diesem Jahr noch ein besonderes Jubiläum feiert.

Pilot und Fluggast verstanden sich prima: Elli Köppe und Friedrich Lüke nach dem Rundflug.

Foto: Sonja Hörsemann

 

eingetragen von Friedrich am 13.01.2015
Presse

Wittlager Kreisblatt Lokalsport vom 27.Mai 2014 und andere Zeitungen    

Einmal selbst den Steuerknüppel „rühren“

Schnuppertag bei den Wittlager Luftsportlern auf dem Flugplatz Bohmte

 

FL Bohmte. „Das ist ja einfacher als ich dachte, ich durfte selber steuern, geil, wie das alles von oben aussieht“ waren oft gehörte Bemerkungen, die von Neulingen im Luftsport geäußert wurden.

Bei strahlend blauem Himmel konnten die Luftsportler viele Schnupperflieger begrüßen, die im Segelflugzeug oder Ultraleicht einmal selbst den Steuerknüppel „rühren“ durften.

Nach ein wenig Theorie und Verhaltensregeln auf dem Flugplatzgelände und Vorstellung der Fluglehrer wurden die Flugzeuge an die Startstelle gebracht. Ein wenig „Bammel“ hatten viele Segelfluginteressierte vor dem steilen Windenstart. Diese Skepsis war allerdings unbegründet, denn mit den eigenen Händen und Füßen an den Steuerorganen und einem Fluglehrer im Rücken entpuppte sich diese in der ganzen Welt praktizierten Startart als harmlos aus. Bevor vom Übungsdoppelsitzer „Delta 0149 startklar“ an den Segelflugstartleiter per Funk gemeldet wurde, musste im Flugzeug sitzend die Checkliste abgearbeitet werden. Die Neulinge im Cockpit lasen diese Liste laut vor und mit Unterstützung von Fluglehrer und Luftsportvereinhelfern wurde diese Aufgabe wie jeder andere Flugschüler auch, gemeistert.

„Das wird im Airbuscockpit übrigens genau so gemacht“ ist von fachkundigen Helfern zu hören. „Ist man(n) / frau erstmal in der Luft, ist es zu spät, noch etwas Wichtiges am Flugzeug oder Besatzung zu regeln“. Diese Startvorbereitung ist keine Show für Außenstehende, sondern gehört aus Flugsicherheitsgründen zum festen Startvorbereitungsritual. Danach wird das Flugzeug und Besatzung startklar an den Startleiter gemeldet, der umgehend den Windenfahrer am anderen, über 1 km entfernten Ende des Flugplatzes über den bevorstehenden Start informiert. Mit 300 PS ging es dann gefühlvoll in den Himmel, das die Flugschülerinnen und Schülern mit „Raketenmäßig“ kommentierten.

Nach der Landung dann der sportliche Teil, die doppelsitzigen Segelflieger mussten zu den Startstellen zurückgeschoben werden. Neidische Blicke zu den Ultraleichtfliegern gab es auch, denn da wird mit Motorkraft gerollt. Wer diese Schnuppersparte gewählt hatte, konnte 30 Minuten am Stück mit Fluglehrerbegleitung das Vereinsultraleicht ausprobieren. „Überhaupt nicht so schwierig, wie ich mir das vorgestellt habe“, war der Kommentar eines neuen zukünftigen Flugschülers, der weitermachen möchte. Punkt 13 Uhr kam die Order: „Alle zum Essenfassen auf die Terrasse am Clubheim“. Heißwurst und Kartoffelsalat warteten auf die Neuflugschüler und Anhang. Danach ging es gestärkt in die zweite Halbzeit. Imke Selle, 17-jährige Schülerin aus Espelkamp war durch Freundin Kim Kreienkamp (16 Jahre) aus Lübbecke zum Schnuppern gekommen. „Echt coole Sache, das Segelfliegen, macht richtig Spaß“, war die Meinung der Beiden. Der Tag der offenen Tür am 1.Mai und Zeitungsartikel über die Vereinsaktivitäten waren übrigens die meist genannten Gründe, nach Bohmte zu kommen. Am Ende  dieses erfolgreichen Schnuppertages, das mit einem gemeinsamen Grillen abschloss, haben die Wittlager Luftsportler neue Freundinnen und Freunde für ihre Sache gewonnen. FL 

 

Schnuppern in der Fliegerei: Viele am Flugsport interessierte konnte der Luftsportverein Wittlage in Bohmte begrüßen.

 

Lucas Wessels, 16-jähriger Schüler aus Twiehausen, startete mit Fluglehrer Christian Stellwag zu einem Ultraleichtschnupperflug.

 

von links: Justus Kranefeld (15) aus Schröttinghausen, Jonathan Fafengut (21) aus Wehrendorf und Fatihcan Korkmaz (15) fanden gefallen am Segelfliegen.

 

Fotos: Friedrich Lüke 

            

 

eingetragen von Friedrich am 12.01.2015
Presse

                                    

Wittlager Kreisblatt vom 16.April 2014  Rubrik Sport    

Wenn die Boeing 737 beim Landen Vorrang hat...

Wittlager Luftsportler: Ohne Flugfunker geht nichts – Lüke ließ Jütersonke und Hartmann mitfliegen

 

FL. Eigentlich wollen Luftsportler doch nur fliegen, doch für Flugschüler und Scheininhaber, ob nun Segelflug, Motorflug oder Ultraleicht, steht in der Theorie auch das Flugfunken in den Ausbildungsvorschriften. Sven Jütersonke aus Hille, Luftsportler mit den Berechtigungen für Motor – und Segelflug hat den Kurs geleitet. Ausbildungsleiter Friedrich Lüke: „Sven stand vor ein paar Jahren mit seinem Kumpel Michael Hartmann am Zaun des Flugplatzes. Der Modellflugplatz in Frotheim bei Espelkamp stand unter Wasser, so waren die Modellflieger nach Bohmte ausgewichen.

Bei meinem Segelfluglehrerdienst habe ich die beiden Modellflieger dann im Doppelsitzer einfach mal mitgenommen. Das war die Initialzündung für beide in Sachen „bemannte“ Luftfahrt“. Jütersonke und Hartmann haben früh Aufgaben im Verein übernommen, so den Unterricht für das Flugfunkzeugnis. Aus beruflichen Gründen stand  Michael Hartmann aus Lübbecke für den neuen Kurs nicht zur Verfügung.  

9 Teilnehmer stellten sich der Prüfung bei der Bundesnetzagentur in Bremen. Jede Menge Theorie über Rechtsgrundlagen, Luftfahrtverwaltung und Dienste, Luftraumorganisation und Regeln, Funktechnik/Navigation waren zu büffeln. Doch das Sprechfunken selbst, das mit den Lotsen auf Flughäfen entweder in deutsch oder englisch geschieht, bedarf der Übung. 60 Unterrichts - und Übungsstunden an vielen Samstagvormittagen wurden im neuen Unterrichtsraum auf dem Flugplatz Bohmte von Jütersonke und den Flugfunkern absolviert. Zwar fliegen die wenigsten Freizeitpiloten Verkehrsflughäfen an, aber dieser Sprechfunkverkehr ist nun mal Teil der Prüfung. „Bremen Turm, Delta Mike Whiskey India Golf“ sagt Außenstehenden wenig, ist aber der Erstanruf aus dem Flugzeug, um in Bremen in die sogenannte Kontrollzone einzufliegen. Die Buchstabenkennung des Flugzeuges, das an Tragfläche und Rumpf angebracht ist, wird im sogenannten Nato Alphabet per Funk übermittelt.

Danach entwickelt sich zwischen dem Lotsen und dem Piloten ein Gespräch nach simulierten Verkehrslagen und nach festgelegten Regeln. Da kann es sein, das die „India Golf“ im richtigen Leben das Ultraleichtflugzeug der Wittlager Luftsportler, einer Boeing 737 beim Landeanflug den Vorrang geben muss. Und genau das wurde jetzt in Bremen bei dem praktischen Teil der Prüfung bei der Bundesnetzagentur in verschiedenen Varianten im Dialog im Prüfungsraum geprüft. Zuvor wurden im  theoretischen  Teil diverse Fragen beantwortet. Alle erhielten zum Schluss das  Flugfunkzeugnis in deutscher Sprache ausgehändigt. FL

Neue Flugfunker in Bohmte: von links: Prüfer Reinhardt Mensendiek (Deutsche Flugsicherung Bremen), Prüfer Meike Seeger (Bundesnetzagentur Bremen), die Prüflinge Andre Nollmann (Osnabrück), Maren Schütte (Bad Essen – Lintorf), Kevin Kochmann (Bad Essen – Heithöfen), Jutta Hilker (Osnabrück), Flugfunklehrer Sven Jütersonke, Henri Jacoblinnert (Bad Essen – Harpenfeld), Cedrik Kleine – Beek (Espelkamp), Steffen Tuma (Lemförde), Ludger Roters (Levern) und Pia Hartwig (Rahden) .

Foto: privat

 

eingetragen von Friedrich am 12.01.2015
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 1.April 2014        (April, April……)                            

 

Fliegender Besucher: 42 Meter Spannweite und ein Gesamtgewicht von 100 Tonnen sind die Eckdaten des neuen Transporters A 400 M der Bundeswehr.

Ein Gigant landet in Bohmte

Der Airbus A 400 M der Bundeswehr kommt zum Tag der offenen Tür

 

Von Friedrich Lüke

Bohmte. Still und leise laufen bei den Bohmter  Luftsportlern im Hintergrund neben den ersten Segelflügen auch die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür am 1.Mai. Wie in jedem Jahr wurde auch die Bundeswehr angeschrieben, zwecks einer Beteiligung von fliegerischen Einheiten an dieser bekannten Großveranstaltung.

Jetzt kam Nachricht aus Berlin vom Verteidigungsministerium. Die Bundeswehr habe ein neues Konzept zur Gewinnung von Nachwuchskräften in diesem Jahr aus der Taufe gehoben. Neben dem Bundeswehrinfomobil, das regelmäßig nach Bohmte aufgrund hoher Besucherzahlen komme, soll nun am 1.Mai ein Pilotprojekt für neuen Schwung in der Außenwerbung der Bundeswehr gestartet werden. Bohmte hat einen frühen Termin im Reigen der vielen Flugtage und Tag der offenen Türen in der Bundesrepublik und ist somit in den Fokus des Verteidigungsministeriums geraten. Die Verantwortlichen des Luftsportvereins konnten kaum glauben, was in dem Schreiben zu lesen war. Demnach soll der neue  Airbus A 400 M, ein in der Erprobung stehender Transporter als Ersatz für die altgediente Transall nach Bohmte kommen. „Wo eine Ju 52 landen kann, da ist auch Platz für die neue A 400 M“, war da zu lesen. Irgendwie muss es nach Berlin durchgedrungen sein, das der Flugplatz in Bohmte nach erfolgreicher Sanierung und zusätzlich mit Kunststoffgitterplatten in der Oberfläche stabilisiert, problemlos den Anforderungen des 4 – motorigen Transporters mit etwa 100 Tonnen Gesamtgewicht genügt. Das neue Konzept sieht auch vor, dass Abordnungen des Bundwehrmusikkorps in die  Öffentlichkeitsarbeit eingebunden sind.

So soll am 1.Mai dann eine Bundeswehrbigband eingeflogen werden, die dann nach der Landung aus der geöffneten Ladeluke mit klingendem Spiel über den Flugplatz marschiert. Der riesige Transporter werde während der Veranstaltung im Westen des Flugplatzes abgestellt, eine Tragfläche werde dabei die Zufahrtstraße bis zur angrenzenden Hunte überspannen. Aufgrund der Bauhöhe des Airbustransporters  können anreisende Autofahrer am 1.Mai die Tragfläche problemlos zur Anfahrt auf dem Parkplatz unterfahren. Um das zu testen, soll am Abend des 1. April im Rahmen eines Überführungsfluges eine Maschine vom Transportgeschwader der Luftwaffe aus Wunstdorf den Bohmter Flugplatz anfliegen und landen.

Der Vorstand des Luftsportvereins Wittlage hat sich schnell beraten und entschieden, im Verbund mit der Landesbehörde in Oldenburg dieses Vorhaben zu unterstützen. So gegen 20 Uhr Ortszeit ist mit der Landung zu rechnen. Mit im Boot ist übrigens das technische Hilfswerk (THW) aus Bad Essen, dass das gesamte Vorfeld des Flugplatzes ausleuchten soll. Dabei geht es auch um einen Wunsch des Musikkorps, die am 1.April mit einer kleinen Abordnung ein Probekonzert gibt, die Notenblätter auszuleuchten. Die vorsorgliche Anfrage der Luftsportler nach eventuellen Flurschäden auf dem Flugplatz nach der Landung am 1.April wurde dahingehend beantwortet, das unverzüglich Luftwaffenpioniere im Rahmen einer Übung eventuelle Schäden beseitigen werden. Die etwa 100 Tonnen Gewicht der Maschine verteile sich auf viele Fahrwerksräder, sodass wie bei der Ju 52 keinerlei Schäden zu erwarten seien. Die A 400 M sei wie die Transall speziell für Feldflugplätze konstruiert, hieß es.

Anlässlich eines Flugtages im Jahre 1978 überfliegt eine Transall der Bundesluftwaffe den Bohmter Flugplatz.

Fotos: privat

 

eingetragen von Friedrich am 19.11.2014
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 7.März 2014 und div.                                     

 

Die Mustang P51 kommt in friedlicher Mission

Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins Wittlage 

Tag der offenen Tür am 1.Mai

 

FL. Bohmterheide. Die Jahreshauptversammlung der Wittlager  Luftsportler begann traditionsgemäß mit einem Grünkohlessen in der Gaststätte Riemann in der Bohmterheide. Vorsitzender Heinz Wischnat konnte zahlreiche Mitglieder der gut besuchten Versammlung begrüßen.

Nach dem Gedenken an verstorbener Mitglieder, wo Wischnat auch an den Segelflugunfall Anfang Mai letzten Jahres eines Lingener Segelfliegers erinnerte, folgte der Jahresbericht des Vorsitzenden. „Namens des Luftsportvereins möchte ich allen Mitgliedern, Förderern, Freunden, Ehefrauen und Partnern für die Unterstützung jeglicher Art herzlich danken. Ohne diesen Einsatz wären wir da nicht angekommen, wo wir heute sind“. Wischnat dankte ausdrücklich auch die beiden Kommunen Bad Essen und Bohmte,  die für Belange des Vereins immer ein offenes Ohr hätten. Der Luftsportverein hat mit dem abgeschlossenen Projekt Sozialtrakt und der Flugplatzsanierung eine gute Infrastruktur vorzuweisen, die modernen Gesichtspunkten vollauf genügt. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, nach der vielen Arbeit in der letzten Zeit, auch wieder den eigentlichen Zweck des Vereins, den Luftsport auszuüben, wieder in den Fokus zu stellen. Der Vorsitzende erinnerte an die Einweihung des Kommunikations- - und Schulungszentrums im vergangenen September und die Anschaffung eines gebrauchten 4 – sitzigen Motorflugzeuges Anfang dieses Jahres. Erstmals in seiner Geschichte ist der Luftsportverein alleiniger Halter eines 180 PS starken Motorflugzeuges mit 4 Sitzplätzen. Das Flugzeug wird nicht zur Schulung eingesetzt und dient für Reise – und Rundflüge. Der Verein habe aufgrund  entsprechender Nachfrage Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt, die gepaart mit Privatdarlehen die Anschaffung ermöglichten.    Er dankte Wolfgang Müller für die jahrelange Mitnutzung seiner Privatmaschine durch Vereinsmitglieder, was nicht selbstverständlich sei. Durch die neuen Räumlichkeiten sei der Verein auch offen für Veranstaltungen wie z.B. ein Bosseln der Werbegemeinschaft Bohmte, ein Feuerwehrjugendlager oder ein Konzert. Eine Anfrage einer Motorradveranstaltung sei aber abgelehnt worden. „Der Verein gehört in den Altkreis, möchte sich nicht verschließen und ist über die Grenzen bekannt durch die Flugveranstaltungen am 1.Mai“, so Wischnat zum Abschluss seines Berichtes. Es folgten Berichte vom 2. Vorsitzenden Dirk Nedderhoff und  Kassierer Christian Stellwag. Stellwag konnte einen ausgeglichenen Haushalt mit Vermögensaufstellung und Haushaltsrechnung präsentieren. Er gab bekannt, dass der Vorstand auf seine Anregung eine in anderen Luftsportvereinen bewährte Software zur Führung von finanziellen Angelegenheiten anschaffen werde.

Es folgten die Berichte der Fachbereichsleiter Ausbildung, Technik, Jugendgruppe und Modellflug. Ausbildungsleiter Friedrich Lüke gab einen Überblick über die Aktivitäten der Vereinsflugschule in den Bereichen Segel – Motor und Ultraleichtflug. „Da sind wir gut aufgestellt und hätten auch entsprechende Anzahl von Flugschülern im Bestand“.

Vor Entlastung des Vorstandes gaben Rechnungsprüfer Willi Martens (Espelkamp) und Friedrich Lienke (Alswede) den Bericht über das abgeschlossene Geschäftjahr ab. Es gab keine Beanstandungen und es erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Turnusmäßig standen im Vorstand die Wahlen des Ausbildungsleiters, Jugendleiters und des Werkstattleiters an. Alle Amtsinhaber stellten sich zur Wiederwahl. So wurde Friedrich Lüke wieder zum Ausbildungsleiter, Florian Johanniemann zum Jugendleiter und Joachim Stark zum Werkstattleiter gewählt. Nach Vorstellung des neues Haushaltplanes und Aussprachen konnte Friedrich Lüke eine Anfrage zum 1.Mai von einem Mitglied  bestätigen. „Ja, es stimmt, zum Tag der offenen Tür am 1.Mai wird ein richtiger Weltkrieg II Jäger in friedlicher Mission kommen, eine amerikanische Mustang P 51.

Der Vorstand der Wittlager Luftsportler (von links)

Kassierer Christian Stellwag (Osnabrück), Modellflugwart Hermann Kemper (Bad Essen),    1. Vorsitzender Heinz Wischnat (Bad Eilsen), Schriftführerin Kristin Bühning (Bohmte), 2. Vorsitzender Dirk Nedderhoff (Bohmte), Ausbildungsleiter Friedrich Lüke (Bad Essen),  Technischer Leiter Joachim Stark (Osnabrück) und Jugendleiter Florian Johanniemann (Bad Essen).

Foto: Ulf Lemke

 

 

Wittlager kreisblatt Lokalsport vom 26.03.14                                    

                         

Luftsportler: Dank für Treue und Einsatz

Auf der Jahreshauptversammlung der Wittlager Luftsportler konnten die Vorsitzenden Heinz Wischnat (links) und Dirk Nedderhoff (rechts) auch einige Mitglieder ehren. Auf dem Foto (von links): Wilfried Kolthoff (Levern), der stellvertretend für seine Enkeltochter Madita und deren Eltern Lea und Christian Kolthoff ein Präsent entgegen nahm, Modellflugwart Hermann Kemper (Wehrendorf) für die Flugplatzpflege, Guido Osterheider (Melle) für 10- jährige Mitgliedschaft, Focke Löschen (Bohmte) für den Transport eines Segelflugzeuges zur Inspektion nach Süddeutschland und  Jürgen Frickenhelm (Bad Essen) für 40- jährige Mitgliedschaft.


Foto: Friedrich Lüke

 

 

 

eingetragen von Friedrich am 19.11.2014
Presse

Wittlager Kreisblatt vom 10. Januar 2014 ganzseitig.

Frei zum Einflug in die Kontrollzone über Sierra 1

Ultraleicht von Bohmte nach Bremen - Felix Suer und sein Überlandflug mit Lehrerbegleitung

Von Friedrich Lüke ( Text und Fotos)

Kurz vor Bassum in 2000 Fuß (ca. 600 Meter) Höhe ist es soweit. Die Stadt Bremen ist als heller Streifen am Horizont zu sehen. Bremen ist bekannt, aber Flughöhe in „Füßen“ ist in der Fliegerei das angesagte internationale Höhenmaß, das muss leider immer umgerechnet werden, wenn der geneigte „metrische“ Bundesbürger es in der gewohnten Maßeinheit haben möchte. Zumindest hat der eingebaute Höhenmesser die angelsächsische Maßeinheit auf der Skala.

Die Flugvorbereitung ist gewissenhaft durchgeführt und der Flughafen Bremen ist telefonisch informiert, das da etwas „Leichtes“ im Anflug ist. Felix Suer aus Ostercappeln ist mit Fluglehrer Friedrich Lüke von Bohmte zur Hansestadt unterwegs, um eine Bedingung für das Mitnehmen von Passagieren zu erfüllen. Die Ausbildung zum Ultraleichtpiloten hat der 24 - jährige Rettungsassistent der Rettungswache in Ostercappeln im August erfolgreich abgeschlossen. Nun steht aber in den Ausbildungsrichtlinien, dass zur Mitnahme von Passagieren nach Scheinerhalt noch zwei Überlandflüge mit Lehrerbegleitung zu absolvieren sind. Das ist dann etwas hinderlich, wenn die Verwandtschaft mit den „Hufen schart“ und die Freundin  am versprochenen Flugvergnügen teilnehmen soll. Einer dieser Flüge sollte nun zum selbst gewählten Ziel zum Flughafen Bremen gehen, der in Münster – Osnabrück war schon von der Ausbildung vertraut.

Friedrich Lüke: „Es ist nicht zwingend, in der Ultraleichtflugausbildung einen Flughafen anzufliegen. Es ist aber eine gute Möglichkeit, einmal seine im Funksprechunterricht geübten Sprechfunkverfahren im „scharfen“ Einsatz real anzuwenden“.

Zurück zu den Flugvorbereitungen. Auf dem Heimatflugplatz Bohmte ist einiges zu erledigen, bevor es los gehen kann. Kartenkurse mit Windberücksichtigung sind zu ermitteln, Flugzeiten, Auffanglinien wie gut sichtbare Bodenmerkmale quer zur Flugrichtung wie Autobahn, Flüsse, Eisenbahnlinien etc. sind zu markieren. Dazu gehören eine Wetterberatung und eine aktuelle Flugsicherheitsabfrage per Internet über Vorgänge im beflogenen Gebiet wie z.B. Sperrung von Lufträumen oder Neubau von Windrädern. Anhand der vorausberechneten Flugzeiten wird die Kraftstoffmenge mit Sicherheitszuschlag ermittelt und das Flugzeug entsprechend betankt. Jetzt fehlt eigentlich nur der „Stadtplan“ vom Flughafen Bremen, denn der Anflug unter Sichtflugbedingungen geht über bestimmte Pflichtmeldepunkte. Dazu gehört auch ein Plan mit den Rollwegen und Abstellplätzen.

Der Weg ist das Ziel: Die Luftfahrtkarte im Maßstab1:500 000 gehört zur Flugvorbereitung und muss trotz Elektronik immer an Bord sein. Der Kursstrich von Bohmte nach Bremen ist eingezeichnet.

 

Ein packen Papier hat sich jetzt angesammelt, das auf einem Kniebrett platz findet. Die zentrale Steuerknüppelanordnung mittig auf einer Konsole für beide Piloten schafft Beinfreiheit. Eins darf nicht vergessen werden, die Bremer wollen vorab telefonisch gefragt werden, ob die Ankunft eines Ultraleicht aktuell in den „Kram“ passt. Das tut es, den Felix Suer gerät bei seinem Telefonat an den Wachleiter der Bremer  Flugsicherung mit der Aufforderung, seinen mitfliegenden Fluglehrer „Fitti“ Lüke zu grüßen. Auf einen Kaffee sollten wir dann bei ihm im Büro vorbeikommen. Er hätte in Bohmte Anfang der 80-ziger Jahre mal Segelflug im Luftsportverein Wittlage betrieben. Na, dann kann Bremen ja unter die Flügel kommen.

Der 80 PS 4 Zylinder Rotaxmotor des Ultraleichtfliegers läuft wie am Schnürchen, der Dümmersee verschwindet unter der linken Tragfläche. Auf dem Navigationsdisplay ist der Kartenkurs als roter Strich dargestellt, unter einem Flugzeugsymbol schiebt sich die Karte mit wichtigen Landschafts – und Luftraumdarstellungen ständig weiter. Am Fahrtmesser sind 150 km/h abzulesen gegenüber der Luft. Ein paar Klicks weiter mit dem Finger auf dem Bildschirm macht deutlich, dass die wirkliche Geschwindigkeit über Grund bei 140 km/h liegt. Der vorausberechnete Gegenwind wird durch Sattelitensignale bestätigt. Wie beim Autofahren haben längst die elektronischen Karten auch in den Cockpits von Flugzeugen Einzug gehalten. Die zusätzliche Investition beim Kauf des Ultraleicht im Jahre 2010 möchte keiner mehr missen.

Mit Navi im Bilde: Per Bildschirm ist der Pilot über seinen Standort und anderer Parameter im Luftraum immer auf "Augenhöhe".

 

Bei aller Elektronik ist aber die alterwürdige Karte Pflicht, denn eine defekte Sicherung oder ein Kabelbruch präsentiert den elektronischen Helfer von einer auf die andere Sekunde mit dunklem Bildschirm. Die Frequenz 120,325 Megaherz von Bremen Turm ist aktiviert. Eine Dame hat heute Dienst und verbreitet mit ihrer Stimme und Betonung in deutsch und englisch Ruhe in der Abwicklung.

Nabelschnur für Flieger: Funkgerät (links) und ein Transponder für die Radarerfassung gehören zur modernen Ausrüstung des Ultraleichtfliegers der Wittlager Luftsportler.

 

Langsam kommt Bassum heran, markant und unübersehbar steht im Süden ein Fernsehturm. Jetzt wird es ernst, denn 5 Minuten vor Einflug in die sogenannte Kontrollzone von Bremen soll Kontakt aufgenommen werden. Das Wort Kontrollzone sagt, was es ist: Hier möchte man bitte vorher „anklopfen“, wenn dieser in der Karte orange eingefärbte Luftraum genutzt werden soll. Friedrich Lüke schaut zu seinem Mitflieger rüber und nickt, jetzt ist es also Zeit, sich in die „Fänge“ eines Airports zu (er)geben. Auf der Karte ist nördlich von Syke ein sogenannter Pflichtmeldepunkt im Kartenwerk verzeichnet. Das ist das Eingangstor aus dieser Anflugrichtung, die alle Sichtflieger mit Wissen der Fluglotsen passieren müssen. Über die Gegensprechanlage stimmen wir noch mal den Einleitungsfunkspruch ab. „Sag denen in Bremen, das dies ein Schulungsflug ist, dann ist man „milder“ mit uns, wenn es nicht perfekt abläuft“.

Ein kleiner Schalter am Steuerknüppel gibt das Mikrofon frei: „Bremen Turm, Delta Mike Whiskey India Golf, guten Tag“. Nun muss es die „Türmerin“ unten in Bremen gehört haben. Und sie hat, wiederholt unser Kennzeichen, das auch am Flugzeugrumpf und Tragfläche steht im internationalen Buchstabieralphabet. Der Eingangsanruf und die Antwort sind da, jetzt ist Felix wieder dran. Wir müssen unser Begehren mitteilen. Kennzeichen, Flugzeugtyp, Position, Höhe und was wir wollen, nämlich „zur Landung“ und auch das wir einen Schulflug unternehmen wird in den Funkspruch in deutscher Sprache untergebracht.

„Bremen Turm, Delta Mike Whiskey India Golf, schönen guten Tag“. Felix Suer nimmt Kontakt mit dem Bremer Flughafen auf.

 

Die Rückantwort ist vollgepackt mit Anweisungen und einer Freigabe, mitschreiben nicht schlecht. Luftdruckwert und den Transpondercode hat der Fluglehrer mitgeschrieben, damit beim Rücklesen der Daten nicht noch zusätzlicher körpereigener Kurzzeitspeicherplatz belastet wird. Am Höhenmesser lässt sich der vom Bremer Flughafen herausgegebene Bodenluftdruck von Hand einstellen, damit alle anfliegenden Maschinen mit abgeglichenen Höhenwerten arbeiten. Der eingebaute Transponder antwortet automatisch bei einer Radarerfassung. Flughöhe und die Flugzeugkennung werden bei einer Antwortsendung auf Bildschirmen der Flugsicherung dargestellt. Da erübrigt sich jegliche Diskussion nach dem Motto „Kann nicht sein, da sind wir nie gewesen….“

 Für einen Moment muss das äußert gutmütige Ultraleicht nur mit den Füßen am Seitenruder auf Kurs gehalten werden, denn die Papierlage auf dem Kniebrett von Felix muss umgeschichtet werden sowie der 4 - stellige per Funk mitgeteilte Transpondercode in Zahlen einzeln eingestellt werden. Wenn es sehr im Flieger wackelt, ist das schon eine Fummelei unterhalb des Instrumentenbrettes mit einem Drehschalter.  Der wichtige Satz: „Frei zum Einflug in die Kontrollzone über Sierra 1, melden sie Sierra 2“ ist auch im Kopfhörer zu hören. Wir sind willkommen, jetzt schön alles nacheinander wiederholen, Sendetaste loslassen. Keine Mecker von unten, wir dürfen weiter. Pflichtmeldepunkte sind markante von oben gut einsehbare Bodenmerkmale, die auf der Karte eingezeichnet sind und  eindeutige Namen haben.

Nördlich Syke haben wir „Sierra 1“ erreicht, das ist auf dem Bildschirm im Instrumentbrett gut auszumachen. Wir müssen weiter zur Autobahn A1, die südöstlich an der Hansestadt vorbeiläuft zum nächsten Punkt „Sierra 2“. Der Flughafen liegt nun in voller Länge oder besser Breite / vor uns, im Hintergrund die Stadt Bremen, die aufgrund ihrer Ausdehnung den ganzen Horizont einnimmt. „India Golf, Bremen Turm“ ertönt es im Kopfhörer. Die nette Frauenstimme hat uns gemeint, sage ich meinem Mitflieger. Sie gibt uns die Information, dass ein zweimotoriges Lufthansaschulflugzeug zum Überholen ansetzt. Ok, dann müsste sie auf der rechten Seite  vorbeikommen, denn in der Fliegerei wird rechts überholt. Tut sie aber nicht, Felix Suer hat sie auf seiner Seite ausgemacht. Deutlich schneller als unser Vogel und auch mit Flugschüler und Lehrer bestückt. „Lufthansa in Sicht“ ist die Reaktion per Funk an den Bremer Turm von Felix Suer. „Da hängen wir uns hinter, sag ich meinem Mitflieger“.

Im Endanflug auf die Landebahn 09 (Landerichtung 90 Grad nach Osten) mit 2 km Asphalt und 45 Meter Breite noch die Aufforderung, einen Vollkreis zu fliegen, wir sind offensichtlich dem Schulflieger der Lufthansa zu dicht auf die Pelle gerückt. Die sogenannte Wirbelschleppe von Propellern und dem gesamten Flugzeug könnte unseren Leichtflieger zum Spielball des Elementes Luft werden lassen. Nach dem Vollkreis über unbebautem Gebiet am Rand des Stadtteils Grolland gehört die 2 km lange Piste uns. Bei der ersten Aufrollmöglichkeit A zur Startbahn wartet ein Airbus der Condor auf unsere Landung. Jetzt hängt alles von uns ab, wie schnell wir als Sportflieger dem Profiflieger Platz machen. Die erste „Ausfahrt“ B sollen wir nehmen. Es macht einen schlechten Eindruck, wie zu Hause mit gewohnten 100 km/h anzufliegen, Zeit ist Geld in der Touri Fliegerei. „Nein, die Landeklappen setzen wir nicht, wir fliegen mit Reisegeschwindigkeit an, gebe ich als Tipp an Felix weiter, Condor wartet und sehen und hören mit“. Eine neue Erfahrung, Abstände richtig einzuschätzen und das trotz aller aufkommender Hektik noch rechtzeitig vor Rollweg „B“ alle Räder an den Boden zu bringen.

Ein gelb-schwarzer „Follow me“ (folge mir) Bulli fährt vor das Flugzeug und weist uns zum Abstellplatz, direkt neben einem Geschäftsreisejet sollen wir parken. Damit das klappt, zückt der Fahrer seine beiden Winkerkellen und stellt sich vor unserem Ultraleicht und weist uns ein. Winkerkellen gekreuzt, wir stehen. Wir kommen nur mit ein paar Aluminiumrohren und Kunststoffbespannung daher, werden aber Airlinermäßig begrüßt. Felix Suer stellt den Motor ab, wir steigen aus. „Hallo in Bremen, was habt ihr vor, bezahlen müsst ihr bei mir, da hinten haben wir einen Pilotenraum, da steht aber nur ein Colaautomat drin“. Gut 18 € Landegebühr wechseln den Besitzer. Wir schauen auf die Uhr und entscheiden, dass wir den Colaautomaten nicht nutzen möchten und den Wachleiter aus Zeitgründen nicht besuchen werden. Nach einer kurzen Pause am Flugzeug werden die Vorbereitungen für den Rückflug nach Bohmte getroffen.  Nach 30 Minuten hat uns die Wirklichkeit wieder, der Bohmter Flugplatz gehört uns allein und in der Nachbarschaft kümmern sich gleich 4 Vollernter um die Kartoffeln.

Abgehoben: Der Bremer Flughafen aus der Cockpitsicht kurz nach dem Start zum Rückflug nach Bohmte.

 

Zur Person Felix Suer:

Felix Suer, 24 Jahre alt, seit 5 Jahren Rettungsassistent auf der Rettungswache Ostercappeln, Mai 2012 mit der Ultraleicht-Ausbildung in Bohmte begonnen, August 2013 theoretische und praktische Prüfung, Oktober Berechtigung zur Mitnahme von Passagieren, Budget bis zum Scheinerhalt ca. 2500 Euro.
"Beeindruckend, wie schnell man vom Fußgänger zum Sportpiloten wird! Ein besonderer Dank gilt Ausbildungsleiter Friedrich Lüke, der mit seinem Ultraleichtfluglehrerteam aus Wolfgang Müller (Bad Essen) und Christian Stellwag (Bohmte / Osnabrück)  mit Rat, Tat und vor allem Erfahrung einem zur Seite stehen.

 

Der Weg zum Ultraleichtpilot in Kürze:

Mitgliedschaft im Luftsportverein Wittlage, Mindestalter 16 Jahre, Scheinerwerb mit 17 Jahren, Ärztliche Fliegertauglichkeit, Theorieausbildung in 7 Fächern, Flugausbildung mindestens 30 Flugstunden. Teilnahme am Vereinsleben und auch Beteiligung am Unterhalt von Fluggerät und der Luftsportstätte werden gern gesehen. Zum Einsatz kommt ein vereinseigenes doppelsitziges Ultraleichtflugzeug vom Typ Comco C 42, 80 PS, 10 Meter Spannweite mit einer Reisegeschwindigkeit von 150 km/h bei 12-13 Liter Autosuper Verbrauch pro Stunde, Reichweite 4 Stunden. Ein Fallschirmgesamtrettungssystem ist eingebaut. Die praktische Ausbildung findet am Wochenende, im Sommer auch nach Feierabend sowie nach Absprache unter der Woche statt. Die Fluglehrer arbeiten ehrenamtlich, die Ausbildungskosten inkl. Mitgliedschaft liegen bei ca. 2-3000 €. Pro Flugstunde zahlen Scheininhaber je nach gewähltem Tarif zwischen 60-70 €, Auslandsflüge bei vorhandenem englischem Funksprechzeugnis kein Problem.  Informationen auch unter www.lsv-wittlage.de     

 

Erster Fluggast: Freundin Carolin Podewils, Krankenschwester im 2. Lehrjahr aus Osnabrück fand die Flugkünste ihres Freundes Felix Suer voll in Ordnung.

 

eingetragen von Friedrich am 24.01.2014
Presse

Wittlager Kreisblatt,  Lokalsport vom 20. November 2013

In der Luft zur Liebe

Kristin Bühning in der Motorseglerschulung - Erster motorisierter Alleinflug

 

FL Bohmte. Segelfliegen ist und bleibt ihre Leidenschaft. Das erklärt sie offen und ehrlich jedem Fluggast, den sie auf den hinteren Sitz eines Doppelsitzers mitnimmt. Kristin Bühning aus Bohmte, 19 - jährige Industriekauffrau im 2. Lehrjahr ist mit 14 Jahren zu den Wittlager Luftsportlern gestoßen. Ein Aushilfsjob als Parkeinweiserin bei einem Tag der offenen Tür bescherte der damals 14 Jährigen einen Schnupperkurs im Segelfliegen. Es blieb nicht beim Schnuppern, sie startete danach voll durch. Im Mai 2011 war dann der ersehnte Segelflugpilotenschein in ihrer Tasche. Der Segelflugschein ist keine fliegerische Sackgasse. Neben Thermik – und Hangaufwinden, die sie bereits reichlich nutzte, war aber noch anderes Fluggerät im Bestand des Luftsportvereins, das sie interessierte. So hat Kristin auf ihrem Segelflugschein die Motorseglerberechtigung aufgesattelt. Ausgebildete Segelflieger können mit insgesamt 10 Flugstunden mit Fluglehrerbegleitung und Alleinflügen sowie theoretischen Zusatzprüfungen in den Fächern Verhalten in besonderen Fällen, Technik und Navigation den Motorflug betreiben. Der doppelsitzige Motorsegler der Luftsportler ist dabei auch gleichzeitig ein ausgewachsenes Motorflugzeug, das mit 180 Km/h ferne Ziele wie die ostfriesischen Inseln in weniger als eine Stunde erreicht. Und die reinen Flugkosten belaufen sich dabei auf 68 € pro Flugstunde. Berücksichtigt man die gesparten Kosten einer Fähre und den Zeitgewinn, ist durchaus so ein Trip zu zweit eine überlegenswerte Sache, wissen die Luftsportler zu berichten. Wer eine Segelflugausbildung genossen hat, ist fliegerisch fitt für alle kommenden Weiterbildungen. Das bestätigt auch Ausbildungsleiter Friedrich Lüke: „Das fliegerische Handwerk einer soliden Segelflugausbildung ist eine sehr gute Grundlage  für alle weiteren Herausforderungen der Fliegerei, ob privat oder beruflich genutzt.“ So konnte Kristin Bühning nach Überprüfung durch Fluglehrer Friedrich Lüke zum ersten motorisierten Alleinflug starten. „Perfekt gemacht“, so Lüke, schließlich lag die Ausbildung in den Händen von Neusegelfluglehrer Florian Johanniemann. Und dieser trägt seine Kristin buchstäblich auf Händen, haben die beiden sich über die Fliegerei näher kennen gelernt uns sind jetzt ein Paar. In der Ausbildung stehen demnächst Überlandflüge sowie Flughafeneinweisungen an, so richtige Begegnungen mit Airbus und Co auf Augenhöhe. Der Pilotenschein für Motorsegler schließt übrigens die Nutzung des Vereinsultraleichtflugzeugs mit ein und kann für eine verkürzte Ausbildung zum Motorflugpiloten eines 4 – sitzigen Motorflugzeuges dienen.

Alleinflug mit Motor: Die 19 - jährige Segelfliegerin Kristin Bühning aus Bohmte schult bei den Wittlager Luftsportlern auf Motorsegler.

Text und Foto: Friedrich Lüke

 

eingetragen von Friedrich am 24.01.2014